Frankfurter wollen Revanche

Thema Hannover ist für Aigner längst abgehakt

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Eintracht Frankfurts Stefan Aigner (rechts) dürfte diese Saison bereits achtmal einen Treffer in der Bundesliga bejubeln.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht will Revanche für die 0:1-Niederlage bei Hannover 96. Und einer, der vor der Saison beinahe bei den Niedersachsen angeheuert hätte, soll dabei helfen: Stefan Aigner. Von Peppi Schmitt

Er hat es nicht bereut, in Frankfurt geblieben zu sein. „Ich bin froh, dass ich mich für die Eintracht entschieden habe“, sagt er. Die meisten Nationalspieler der Frankfurter Eintracht waren schon gestern Vormittag wohlbehalten von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt, nur Timothy Chandler und Carlos Zambrano flogen erst im Laufe des Tages ein. Der US-Amerikaner Chandler war der einzige, der bei zwei Spielen (2:3 gegen Dänemark, 1:1 gegen die Schweiz) über 90 Minuten zum Einsatz gekommen war. In jedem Fall kann Trainer Thomas Schaaf mit allen beim Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96 planen.

Die Frankfurter werden in dieses Spiel mit großem Respekt gehen, nicht nur, weil sie das Hinspiel 0:1 verloren haben. Die Ungewissheit um die eigene Form ist ein weiterer Grund. „Diesmal konnten wir die Auswärtsniederlage wegen der Länderspielpause nicht gleich wieder wettmachen“, sagt Offensivspieler Stefan Aigner, „aber trotzdem haben uns die Ruhe und die beiden freien Tage auch mal ganz gut getan.“ Aigner wäre vor der Saison fast beim Gegner gelandet. Nach Torjäger Joselu wollten die Niedersachsen auch den Flügelstürmer holen – angeblich für eine Ablöse in Höhe von drei Millionen Euro. Der Spieler sollte ein Millionengehalt bekommen. Aber die Eintracht blieb hart. Aigner (27) verlängerte den auslaufenden Vertrag letztlich um drei Jahre: „Ich habe mich aus guten Gründen für die Eintracht entschieden, ich bin froh, dass ich hier bin und bis 2018 bleiben darf.“

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Auch der Blick auf die Tabelle dürfte Aigner nachträglich in seiner Entscheidung bestärkt haben. Hannover steckt im Abstiegskampf, der Trainer darf sich keine Niederlage mehr leisten und viele Fans verweigern aus Protest gegen Präsident Martin Kind der Mannschaft die Gefolgschaft. So wurden für das Spiel nur 700 Karten in Hannover abgesetzt. Dennoch glaubt Aigner nicht, dass all dies die Aufgabe der Eintracht erleichtert. „Hannover wird sich ganz sicher wehren“, sagt er, „in allen Interviews konnte man hören, dass die Spieler gemeinsam mit dem Trainer aus der Krise kommen wollen.“ Dies lasse einen kampfstarken Gegner erwarten.

Die lange Negativserie (Hannover ist dieses Jahr noch sieglos) hat allerdings am Selbstvertrauen gekratzt. „Sie haben eine gute Mannschaft“, sagt Aigner dennoch, „ich hoffe, dass diese Serie nicht ausgerechnet gegen uns endet.“ Die Gefahr, dass die Eintracht wieder mal zum Aufbauhelfer für einen „Kleinen“ wird, bestehe jedoch nicht. „Weil Hannover kein Kleiner ist“, so Aigner, „das ist ein Gegner auf Augenhöhe“. Und mit denen kommt die Eintracht diese Saison ja deutlich besser zurecht. Das 0:1 in der Hinrunde war eines der schlechtesten Spiele der Frankfurter in dieser Saison. Aigner: „Wir haben also noch etwas gut zu machen“.

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