Eintracht-Trainer auf Abschiedstour

Armin Veh hat „noch keine Zeit für Wehmut“

Haben viel Spaß: Eintracht-Profis beim Training. Foto: Hübner
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Haben viel Spaß: Eintracht-Profis beim Training.

Frankfurt - Armin Veh ist auf Abschiedstour. Mit seiner Mannschaft, der Frankfurter Eintracht, in den beiden letzten Spielen der Saison am Samstag zu Hause gegen Bayer Leverkusen und eine Woche darauf beim Auswärtsspiel in seiner Heimatstadt Augsburg.

Aber der Trainer nimmt auch ganz persönlich Abschied von vielen Freunden und Wegbegleiter der vergangenen Jahre. „Ich habe so viele Termine und deshalb so wenig Zeit, dass im Moment noch keine Wehmut aufkommen kann“, sagt er. Mit seinem Chef, dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen, hat er sich schon ein kleines Späßchen erlaubt. „In meinem Büro habe ich ein großes Bild von mir abgehängt und es Herri geschenkt“, lacht Veh, „er soll es in seinem Büro aufhängen, damit er sich immer an mich erinnert.“ Beide, Bruchhagen wie Veh, wissen noch nicht so ganz genau, wie es weitergeht. Die Eintracht sucht weiterhin einen Nachfolger und Veh weiß noch immer nicht, was er nach der Saison macht. „In den nächsten zehn Tagen werde ich mich entscheiden“, hat er nun angekündigt.

Bis dahin erfreut er sich seiner Arbeit in Frankfurt. Es sei schön, „dass der ganz große Druck weg ist“, sagt er, „mit der Rettung ist eine große Last abgefallen“. Beim Training versucht er, die Spannung in der Mannschaft hochzuhalten, denn es ist klar, dass er Niederlagen zum Abschied von Frankfurt unbedingt vermeiden will. Die Trainingsinhalte sind derzeit ebenso einfach wie reizvoll für die Spieler. Es wird gespielt, „Alt“ gegen „Jung“. Da ist für Stimmung und Einsatz gesorgt, bei Profis genauso wie bei jeder Amateurmannschaft auf dem Dorf. Bei der Eintracht haben nun schon zweimal die „Alten“ um Kapitän Pirmin Schwegler und Alexander Meier gewonnen.

Dabei geht es auf dem Platz richtig zur Sache und Co-Trainer Reiner Geyer, der als Schiedsrichter fungiert, steht mitten in der Kritik. „Schreibt ruhig, dass der pfeift wie Gagelmann“, schimpfte Bastian Oczipka gestern. Die „Jungen“ fühlten sich vom „Unparteiischen“ benachteiligt. Stefan Aigner wollte nach einem Duell mit Marco Russ einen Elfmeter und bekam ihn nicht. Trainer Veh wollte seinen Assistenten nicht mit Schiedsrichter Peter Gagelmann vergleichen, sondern eher mit dessen Kollegen Manuel Gräfe. „Der Geyer macht auf Gräfe“, schmunzelt Veh, „der lässt alles laufen auf dem Platz“.

Armin Veh: Seine Zeit bei der Eintracht

Armin Veh: Seine Zeit bei der Eintracht

Armin Veh: Stationen bei der Eintracht
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Armin Veh: Stationen bei der Eintracht
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Das hört sich nach viel Spaß an, führt aber zu sehr intensiven Übungseinheiten. Die noch mit Steigerungsläufen abgerundet wurden, für beide Trainingsteams übrigens. „Wir wollen gegen Leverkusen gut spielen und uns damit auch bei den Fans bedanken“, sagt Oczipka, „die haben uns in dieser Saison unheimlich viel gegeben.“

Verzichten muss Veh am Samstag bei seinem letzten Heimspiel auf Sebastian Jung, der wegen einer Wadenverletzung immer noch nicht trainiert. Dagegen kann der Eintracht-Trainer nun definitiv wieder mit Joselu rechnen. Der Stürmer lief gestern erstmals seit dem Spiel in Hoffenheim wieder Runden mit Rehatrainer Michael Fabacher und gab danach grünes Licht. „Alles in Ordnung“, sagte der Spanier.

sp

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