Jovic, Rebic, Haller und Kostic begehrt

Gerüchte um die Stürmerstars: Hohe Summen und heiße Luft

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Filip Kostic, Ante Rebic, Sébastien Haller und Luka Jovic sind heiß begehrt.

Das waren die Meldungen der letzten Tage zu Eintracht Frankfurt: Der FC Barcelona will Luka Jovic. Der FC Bayern München auch. Juventus Turin ist interessiert an Sébastien Haller.

Frankfurt - Und das neueste Gerücht: Inter Mailand will ein Angebot vorlegen für Filip Kostic, der in den beiden Europa-League-Spielen gegen sie gezaubert hatte. Nur um Ante Rebic war es zuletzt ausnahmsweise mal ruhig geblieben. Den Anhängern der Frankfurter Eintracht kann es bei all den Gerüchten schon mal schwindlig werden. Die Nachrichten um Vereinswechsel der Stars im Sommer werden nämlich auch mit Ablösesummen unterlegt, die von 40 Millionen Euro aufwärts bis 100 Millionen Euro gehen.

Was die Eintracht dazu sagt, wird nur noch am Rande erwähnt. „Uns liegt nichts auf dem Tisch“, hat der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing gerade erst betont. „Es gibt keine Angebote“, hat sich Vorstand Axel Hellmann genauso deutlich geäußert. Und Sportvorstand Fredi Bobic, der von Amts wegen mit Gesprächen und Verhandlungen betraut ist, hat sich zuletzt gar nicht mehr geäußert. Die Substanz der vermeintlichen Exklusiv-Meldungen ist ziemlich dünn und geht kaum darüber hinaus, dass es bei den gezeigten Leistungen der Frankfurter Profis ziemlich sicher Interesse und informelle Gespräche gibt und irgendwann auch Angebote geben wird.

Hype um Eintracht-Büffel

Für die Eintracht könnte der Hype um die „Büffel“ genannten Stürmer im Endspurt der Liga und der Europa-League indes einige Probleme aufwerfen. Den Spielern könnte der Kopf verdreht werden von all den großen Namen und noch größeren Summen. Da ist es geradezu wohltuend, die Einschätzungen von Trainer Adi Hütter zu hören. „Wenn zum Beispiel ein Luka Jovic im Sommer wechselt, dann haben wir bei der Eintracht einiges richtig gemacht, dann hat der Spieler einiges richtig gemacht", hat der Österreicher in einem Interview mit „FFH“ gesagt. Die Eintracht sei ein Verein, der auch „Sprungbrett“ für die Spieler sei. Die Begehrlichkeiten anderer Klubs seien schlicht Teil des Geschäfts. „Dass in unserem Becken gefischt wird, ist normal. Wir fischen ja auch irgendwo“, sagt Hütter.

Freilich sind die jüngsten Meldungen auch der Nachrichtenarmut in der Bundesliga-Pause geschuldet und (noch) nicht wirklich substantiell, wie ein genauer Blick nahelegt. Das angebliche Angebot der Bayern wurde vom spanischen Reporter Miguel Rico in die Welt gesetzt unter Berufung auf „verlässliche Informationen.“ Aus gleicher Quelle heißt es, Bayern-Konkurrent Barcelona habe ein 50 Millionen Euro-Angebot vorbereitet und für sein Werben bereits Spielervermittler Patrick Falk eingeschaltet. Dazu muss man wissen: Falk hat einst bei der Eintracht gespielt, ist aktuell dort Trainer in der Fußballschule von Charly Körbel. Ob genau dieser Patrick Falk den aus Sicht der Frankfurter größten Wechsel aller Zeiten einfädelt?

Bobic: Keine Ausstiegsklauseln

Dann schon eher Fali Ramadani von der Agentur „Lian Sports“, bei der Jovic unter Vertrag steht. Ramadani, einer der Großen der Branche, pflegt beste Beziehungen zur Eintracht. Unter anderem durch Alan Augustincic, seinen Statthalter in Deutschland, Logen-Besitzer im Frankfurter Stadion. Nun wird es ganz sicher Angebote für Jovic und die anderen geben, aber die jüngsten Meldungen sind ebenso sicher mit großer Vorsicht zu genießen. Von den Summen, die die Eintracht bei Verkäufen der Spieler verdienen kann, ganz abgesehen. Denn niemand weiß so genau, wie die „Besitzverhältnisse“ tatsächlich geregelt sind und wer an eventuellen Transfererlösen beteiligt ist. Sportvorstand Fredi Bobic hat zuletzt klargestellt, „dass keiner der Drei Ausstiegsklauseln im Vertrag hat“. Das heißt, die Ablösesummen für die Stürmer sind frei verhandelbar.

Was die Eintracht von den Erlösen an wen abgeben müsste, ist dagegen offen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Vertragskonstellation von Ante Rebic, die mindestens bis vor einem Jahr gegolten hat. Damals war der AC Florenz zu einem größeren Prozentsatz an den Rechten beteiligt. Die Eintracht hat Rebic im letzten Sommer dann einen neuen langfristigen Vertrag bis 2022 gegeben und Vereinbarungen mit Florenz getroffen. Ob die Italiener sich dabei einen Teil der Ablöse bei einem Weiterverkauf gesichert haben, ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Übrigens stehen auch Rebic und Kostic bei „Lian Sports“ unter Vertrag. Von Peppi Schmitt

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