Wenig Grund zur Freude

Trapp nach Niederlage enttäuscht: „Das ist nicht schön“

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Kevin Trapp nach dem Spiel gegen Bremen.

Frankfurt - Kevin Trapp wurde vor dem Spiel begeistert begrüßt. Und er wurde nach dem Spiel mit seinen Kollegen trotz der Niederlage freundlich verabschiedet. Doch Grund zur Freude hatte der Rückkehrer ins Frankfurter Tor nicht. Von Peppi Schmitt

 „Die Enttäuschung überwiegt“, sagte er, „zwei Gegentore zu kassieren und in letzter Sekunde zu verlieren, das ist nicht schön“. Der neue alte Torwart, für eine Leihgebühr für rund eine Million Euro aus Paris zurückgeholt, konnte die Niederlage gegen Bremen nicht verhindern, „weil der Freistoß wirklich gut geschossen war“. Der letzte Schuss war drin, „jetzt hängen bei uns alle Köpfe.“ Es war kein gutes, kein „dankbares“ Spiel für einen Torhüter. Denn so richtig viel hat der Nationalspieler nicht aufs Tor bekommen. Was er halten musste, hat er gehalten, bei den beiden Gegentoren war nichts zu machen. Trainer Adi Hütter, der den Neuen nach nur einer Trainingseinheit aufgestellt hatte, sprach von einer „ordentlichen Leistung“, hob hervor, „dass er uns mit seiner Qualität und Persönlichkeit weiterhelfen wird“.

Trapps Ausstrahlung war positiv, er wirkte souverän und selbstbewusst, er war der Ruhepol in einer von Beginn an wackligen Abwehr. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte er, „für die Moral wäre das gut gewesen.“ Trapp konnte sich schon bei seinem ersten Einsatz ein Bild davon machen, was auf ihn ganz persönlich zukommen könnte.

Kevin Trapp zurück bei Eintracht Frankfurt: Bilder

Die Frankfurter Mannschaft ist im Umbruch, von den Pokalsiegern sind nicht mehr viel übriggeblieben, alles wirkte unvollendet, irgendwie noch in der Planung. Kämpferisch war das Team top, spielerisch indes arg limitiert. Bitter: Nun gehen auch noch die Verteidiger aus. Auf rechts muss Danny da Costa alle Verantwortung alleine tragen, eine Alternative gibt es nicht mehr. Links ist plötzlich Taleb Tawatha erste und einzige Wahl, das war auch nicht so geplant. Probleme gibt es in allen Mannschafsteilen.

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Gravierend, das auch noch Abwehrchef David Abraham schwächelt (Trainer Hütter: „Ihn kriegen wir schon wieder hin“) und das im Mittelfeld einer mit zündenden Ideen fehlt. Aber natürlich hat Trapp von hinten auch positive Dinge gesehen. Mit Evan Ndicka könnte der Eintracht ein echter Coup gelungen sein. Der 19 Jahre alte Franzose hat erneut stabil gespielt. Und ganz vorne befindet sich Sébastien Haller zum Leidwesen seines Konkurrenten Luka Jovic in prächtiger Form.

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