Neuer Angreifer aus Porto

Viel Auswahl für Adi Hütter im Sturm

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Goncalo Paciencia bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, wo für die portugiesische U21-Nationalmannschaft auflief.

Frankfurt - Das halbe Dutzend ist voll: Mit Goncalo Paciencia hat die Frankfurter Eintracht nach Frederik Rönnow, Felix Wiedwald, Evan N’Dicka, Lucas Torró und Nicolai Müller den sechsten neuen Spieler in der sommerlichen Transferperiode verpflichtet. Von Peppi Schmitt

 Und mit dem Stürmer vom FC Porto wird Das Spieler-„Shopping“ noch lange nicht beendet sein. Zwei bis drei weitere Spieler sollen noch kommen, abhängig auch davon, ob Ante Rebic, der am Sonntag mit Kroatien Weltmeister werden kann, teuer verkauft wird oder sich doch zum Bleiben entschließen würde. In der Angriffszentrale sind die Frankfurter nun ausreichend besetzt, aktuell vierfach.

Der 23 Jahre alte Paciencia ist ein direkter Konkurrent für den Serben Luka Jovic und den Franzosen Sébastien Haller. Zudem steht auch noch der Schwede Branimir Hrgota unter Vertrag. „Wir bekommen mit ihm einen echten Mittelstürmer dazu, der unseren Kader noch variabler macht“, sagt Sportvorstand Fredi Bobic. „Gonçalo ist ein beweglicher Spieler, der aber auch den Ball in der Spitze halten kann.“ Viel Auswahl also für Trainer Adi Hütter, der im Gegensatz zu seinem Vorhänger aber auch gerne mit zwei Spitzen spielen lässt.

Paciencia hat einen Vertrag bis 2022 unterschrieben und soll rund drei Millionen Euro Ablöse kosten. Der 1,84 Meter große Angreifer hat ein Länderspiel für Portugal im letzten Herbst bestritten und 17 Mal für die U21 (sechs Tore) seines Landes gespielt. Mit dem FC Porto ist er im Mai portugiesischer Meister geworden, auch wenn er nicht wirklich viel dazu beitragen konnte. Nachdem er zu Beginn der letzten Saison an Vitoria Setubal ausgeliehen worden war und dort erfolgreich gespielt hatte (24 Einsätze, zehn Tore in drei Wettbewerben) wurde er von Porto im Januar zurückgeholt, schaffte es in der Rückrunde aber nicht über den Status eines Einwechselspielers hinaus zu kommen. Jetzt will er bei der Eintracht durchstarten: „Ich will hart arbeiten, um dem Team zu helfen. Und natürlich Tore schießen, das ist meine Aufgabe als Stürmer.“ Die Fans hat er selbst schon hautnah erlebt, als Anhänger und Jugendspieler des FC Porto war er beim SGE-Gastspiel Anfang 2014 im Stadion beim UEFA Europa League-Duell beider Teams. „Die Fans waren unglaublich. Ich habe mich sofort an das Spiel zurückerinnert, als ich das erste Mal von der Möglichkeit hörte, bald für die Eintracht spielen zu dürfen.“

Bilder: Trainingslager und Spiele der Eintracht in den USA

In den letzten dreieinhalb Jahren hat er durch etliche Leihgeschäfte in fünf Vereinen gespielt, bei Academica Coimbra, dem FC Rio Ave, Olympiakos Piräus, Vitoria Setubal und dem FC Porto. Insgesamt kommt Paciencia auf 70 Erstligaspiele (neun Tore) und wurde in der letzten Saison zweimal in der Champions-League gegen Liverpool eingesetzt. Zwischenzeitlich war die Karriere wegen einer Herzerkrankung gefährdet, doch bei kardiologischen Untersuchungen hatte sich herausgestellt, dass auch weiterhin Leistungssport ohne Einschränkung möglich sein wird.

Paciencia, Sohn der Porto-Legende Domingues Pacienca (34 Länderspiele, 232 für den FC Porto), wird nicht mehr ins Trainingslager der Eintracht nach Amerika nachreisen, sondern erst am Dienstag zur Mannschaft stoßen. Bis dahin absolviert er noch in Frankfurt sportmedizinische Tests und einen Laktattest. Die Mannschaft ist derweil von Salt Lake City nach Philadelphia geflogen, wo in der Nacht zum Sonntag ein zweites Testspiel stattfindet.

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