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Perfekt: Trapp unterschreibt Fünfjahresvertrag

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Von: Peppi Schmitt

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Nach wie vor auf der Wunschliste der SGE: Kevin Trapp.
Nach wie vor auf der Wunschliste der SGE: Kevin Trapp. © picture alliance/Robert Michael/dpa

Eintracht Frankfurt reist noch ohne Kevin Trapp aber mit Martin Hinteregger und Sebastian Rode nach Vaduz.

Frankfurt -  Aller guten Dinge sind drei: Nach Sebastian Rode von Borussia Dortmund und Martin Hinteregger vom FC Augsburg hat die Frankfurter Eintracht nun auch Kevin Trapp (29) von Paris St. Germain zurückgeholt. Das Trio hatte schon in der vergangenen Saison auf Leihbasis in Frankfurt gespielt und danach hatten alle Beteiligten den Wunsch geäußert, die gemeinsame Arbeit fortzusetzen. Jetzt hat es nach zähen Verhandlungen auch mit Trapp geklappt. Sportvorstand Fredi Bobic hat sich nach Informationen von „Sky“, die sich mit jenen dieser Zeitung decken, mit dem Pariser Sportdirektor Leonardo Jardim auf die Wechselmodalitäten geeinigt. Danach werden die Frankfurter sieben Millionen Euro Ablöse nach Paris überweisen und Trapp wird bei der Eintracht einen Fünfjahresvertrag unterschreiben.

Der sportliche Plan war ursprünglich, dass der Wechsel in allen Einzelheiten auch formal bis Mittwoch klargemacht wird und Trapp beim Europa-League-Qualifikationsspiel der Eintracht am Donnerstag in Vaduz schon im Tor steht. Das wird nicht klappen. Der Nationaltorhüter wird am Mittwoch erst den obligatorischen Medizintest absolvieren und im Laufe des Tages den Vertrag unterschreiben. Die Eintracht hatte es in diesem speziellen Fall auch nicht mehr so eilig, zumal Trapp gerade erst von einer strapaziösen China-Reise mit PSG zurückgekehrt ist. So wird der Torwart am Freitag zum ersten Mal mit der Mannschaft trainieren und beim Rückspiel gegen Vaduz am Donnerstag nächster Woche zwischen den Pfosten stehen.

Eintracht Frankfurt: Trapp verzichtet auf viel Geld

Der Nationalspieler hat für den Wechsel auf eine Menge Geld verzichtet, im Gegenzug aber einen langfristigen Vertrag bis 2024 erhalten. Er wird rund vier Millionen Euro pro Jahr bei der Eintracht verdienen. Mit dem Spieler hatte sich Sportboss Bobic schon vor einiger Zeit geeinigt, Trapp wollte unbedingt zurück von der Seine an den Main. Mit diesem Wissen war Bobic auch in den letzten Wochen ruhig geblieben, als sich die Gespräche wie Kaugummi gezogen hatten. Vor vier Jahren war Trapp für eine Ablösesumme von neuen Millionen Euro zu PSG gewechselt, hatte dort aber den Durchbruch nicht wirklich geschafft. Eine 1:6-Niederlage beim FC Barcelona, die nach einem 4:0 Im Heimspiel 2017 das „Aus“ in der Champions-League bedeutet hatte, war für Trapp der Anfang vom Ende. Danach war er nicht mehr unumstritten, schon zu Beginn der letzten Saison war er hinter Gigi Buffon und Alphonse Areola nur noch die „Nummer 3“. Bei der Eintracht hat er nach der Leihe eine starke Runde gespielt und soll nun nach der festen Verpflichtung das „neue Gesicht“ des Klubs werden.

Eintracht Frankfurt gegen Vaduz mit Felix Wiedwald

Beim Spiel gegen den Pokalsieger aus Liechtenstein, der seine Pflichtspiele in der zweiten Schweizer Liga absolviert, am Donnerstagabend (20.30 Uhr) wird Felix Wiedwald zwischen den Pfosten stehen, der schon in der ersten Runde gegen Tallinn seine Sache solide gemacht hatte. Der eigentliche Trapp-Vertreter Frederik Rönnow ist ja an der Schulter verletzt. Nach einem freien Montag hat die Eintracht am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Spiel im Rheinpark-Stadion des Fürstentums begonnen. „Es ist ein kleines, stimmungsvolles Stadion“, sagt Djibril Sow, vor der Saison aus Bern zur Eintracht gewechselt. Der Schweizer Nationalspieler sieht die Eintracht als klaren Favoriten, „aber es wird ähnlich wie gegen Tallinn sicher kein einfaches Spiel für uns.“ Für Vaduz sei es „das Spiel des Jahres.“

Sow hat sich von seiner schweren Verletzung aus dem Trainingslager (Sehnenanriss) gut erholt, ist aber von einem Einsatz noch weit entfernt. „Ich war von der Schwere der Verletzung erstmal geschockt, aber jetzt bin ich wieder auf einem guten Weg“, sagt er, „es ist sehr gut verheilt, wenn es so weitergeht, kann ich bald dazustoßen.“ Das Mannschaftstraining ist das nächste Ziel, mit genaueren zeitlichen Vorgaben für ein Comeback im Team will er sich nicht unter Druck setzen. „Wir schauen von Tag zu Tag“, sagt der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler.

Am Dienstag hat die Eintracht hinter verschlossenen Türen geübt. Am Mittwochmittag geht es per Charterflieger nach St.Gallen, dann mit dem Bus weiter nach Vaduz. Das Abschlusstraining findet um 19 Uhr im Stadion statt. Ob Stürmerstar Ante Rebic, der schon gegen Tallinn wegen Rückenbeschwerden beide Male gefehlt hatte, wieder spielen kann, ist fraglich. Am Dienstag war der Kroate zwar auf dem Platz, aber noch nicht mitten drin. Rebic habe „Individuell“ trainiert, hieß es aus der Medienabteilung. Mit Martin Hinteregger und Sebastian Rode stehen zwei „neue“ Spieler im Aufgebot. Nicht mehr dabei ist der Brasilianer Tuta. Den 19 Jahre alten Abwehrspieler hat die Eintracht an den belgischen Erstligisten FC Kortrijk ausgeliehen.

Von Peppi Schmitt

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