Eintracht wird attraktiver

Bobic: „In Frankfurt passiert etwas“

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Fredi Bobic

Frankfurt - Der sportliche Aufschwung verschafft dem Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt offenbar eine ganz neue Attraktivität.

„Viele Spieler, auch von großen Agenturen, wollen plötzlich mit uns reden“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic der „FAS“: „Und heute können wir auch über Spielerkategorien nachdenken, die vor zwei Jahren noch nicht machbar gewesen wären.“

Die Frankfurter belegen in der Bundesliga nach 27 Spieltagen einen hervorragenden vierten Rang, zudem steht die Eintracht im Halbfinale des DFB-Pokals. Vor allem die Aussicht auf Millioneneinnahmen durch den Einzug in den europäischen Wettbewerb ist verlockend, eine Qualifikation könnte Bobic bei Verhandlungen mehr Spielraum ermöglichen. „Der Tabellenplatz ist Wahnsinn“, sagte Bobic. „Künftig dort zu bleiben und Konstanz hineinzubekommen, mit den Möglichkeiten, die wir haben, das ist die Herausforderung.“

Die Champions League würde der Eintracht neue Perspektiven eröffnen, „Wenn wir dort spielen können, haben wir ein bisschen mehr Geld zur Verfügung. Die finanziellen Möglichkeiten, die sich uns am Ende bieten, werden sich auch in unseren Transfers widerspiegeln“, kündigte Bobic an, der gleichzeitig versicherte: „Wir wollen uns nicht wie andere Vereine in der Vergangenheit überheben.“ Der Sport-Vorstand der Eintracht hat nach eigenen Angaben einen Traum: „Bayern München kommt um die Ecke und sagt: Wir wollen den Spieler von euch haben. Und ich kann antworten: Nein, den geben wir nicht ab! Wir sind jedoch Realisten. So schnell wird das nicht gehen.“

Eintracht Frankfurt stellt Fredi Bobic vor: Bilder

Bobic und Trainer Niko Kovac „entstammen beide einer Generation, die gelernt hat, sich in Deutschland von klein auf zu behaupten“, sagte Bobic. „Wir wurden damals als Ausländer wahrgenommen. Uns wurde wirklich nichts geschenkt.“ Der Ex-Nationalspieler ist als Sohn jugoslawischer Einwanderer in Stuttgart aufgewachsen. Der 46-Jährige sagte auch: „Ich musste immer den härteren Weg nehmen - habe mich am Ende des Tages dabei aber durchgesetzt. Auch weil wir entsprechend viel dafür getan haben. Das hat uns geprägt, so leben wir es beide in unserer heutigen Funktion auch bei der Eintracht vor.“ Es gebe jetzt Spieler, die unter dem Frankfurter Trainerteam arbeiten wollen. „Sie merken, dass in Frankfurt etwas passiert, dass sie sich dort weiterentwickeln können. Diesen Trend spüren wir im Moment ganz stark.“ (sid/dpa)

Torschützenkönige in der Bundesliga seit 1990

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