Trotz Pokalerfolg gegen Ingolstadt

Zweiter Anzug der Eintracht sitzt nicht

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Neuzugang Taleb Tawatha (rechts) konnte kaum überzeugen, er ist (noch) kein gleichwertiger Ersatz zum geschonten Bastian Oczipka.

Frankfurt - Die Eintracht ist auch im DFB-Pokal weiter auf Erfolgskurs. Gegen Ingolstadt taten sich die Frankfurter aber sehr schwer. Auch, weil die Spieler aus der zweiten Reihe ihre Chance nicht nutzen konnten. In Gladbach wird Kovac deshalb wieder aufs Stammpersonal setzen. Von Lars Reinefeld

Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic brachte es auf den Punkt. "Mund abputzen, fertig", sagte Bobic nach dem 4:1-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den FC Ingolstadt gestern am späten Abend, durch den die Eintracht im DFB-Pokal erstmals seit drei Jahren wieder im Achtelfinale steht. Das Überwintern im auch finanziell lukrativen Cup-Wettbewerb war aber das einzig Positive an einem ansonsten tristen Fußball-Abend. Die übrigen Erkenntnisse, die Eintracht-Coach Niko Kovac aus der niveauarmen Partie mitnahm, stimmten eher sorgenvoll. Denn gegen den Tabellenvorletzten wurde deutlich, dass der zweite Anzug der Frankfurter nicht sitzt.

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Kovac hatte seine Ankündigung wahr gemacht und die Mannschaft im zweiten Spiel der Englischen Woche auf vier Positionen verändert. Yanni Regäsel verteidigte hinten rechts, Taleb Tawatha bildete sein Pendant auf der linken Defensivseite. Zudem rückten Szabolcs Huszti für Marco Fabián und Haris Seferovic für Branimir Hrgota in die Startformation. Doch das Quartett konnte seine Chance nicht nutzen. "Die Jungs haben es ganz ordentlich gemacht", sagte Kovac. Das klang wie: "Sie waren stets bemüht" - und ist nicht wirklich als Kompliment zu verstehen. Das Spiel der Frankfurter, beim 3:0 in Hamburg noch schwung- und ideenvoll, litt unter den Veränderungen. So kam ein esprit- und glanzloser Auftritt raus, der nur deshalb nicht schwer ins Gewicht fiel, weil Ingolstadt im zweiten Durchgang seine Chancen nicht nutzte. Mit Blick auf das Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitag bei Borussia Mönchengladbach passte Kovac zudem nicht, dass seine Mannschaft über 120 Minuten gehen musste.

Bilder: Eintracht siegt nach Elfmeterschießen

"Man hat die Belastungen der vergangenen Wochen schon gesehen", sagte der Eintracht-Coach. "Wir müssen uns jetzt schnell regenerieren und auf Gladbach vorbereiten." Im Duell zwischen dem Siebten und dem Zehnten geht es darum, wer den Anschluss an die Europapokalplätze hält. Mit dem dritten Sieg in der Fremde in dieser Saison könnte sich die Eintracht auf sechs Punkte vom Champions-League-Teilnehmer absetzen. Bei einer Niederlage würde die Elf vom Niederrhein mit den Hessen nach Punkten gleichziehen. Ob Torjäger Alexander Meier im Borussia-Park wieder mit von der Partie sein wird, ist noch offen. Meier fehlte gegen Ingolstadt wegen einer Zerrung im Gesäßmuskel. "Wir müssen abwarten", sagte Bobic. Sollte der Routinier weiter ausfallen, dürfte Hrgota an alter Wirkungsstätte wieder in die Startelf rutschen. Auch sonst wird Kovac auf sein Stammpersonal setzen. Denn Argumente für sich konnte gegen Ingolstadt keiner aus der zweiten Reihe sammeln. (dpa)

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