1. Startseite
  2. Sport
  3. Eintracht Frankfurt

Eintracht: Guter Test, aber schlechte Nachricht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Peppi Schmitt

Kommentare

Premiere am Bruchweg: Zugang Ansgar Knauff (rechts) trug im Test beim Erstligarivalen FSV Mainz 05 erstmals das Eintracht-Trikot.
Premiere am Bruchweg: Zugang Ansgar Knauff (rechts) trug im Test beim Erstligarivalen FSV Mainz 05 erstmals das Eintracht-Trikot. © hartenfelser

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat das Testspiel bei Ligarivale FSV Mainz 05 mit 1:0 gewonnen, muss aber vorerst auf Daichi Kamada verzichten. Ragnar Acha steht vor dem Absprung und es gibt einen weiteren Corona-Fall im Team

Mainz – Die schlechte Nachricht hatte Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt bereits vor dem Test bei Ligarivalen FSV Mainz 05 erreicht. Die Verletzung, die sich Daichi Kamada bei der 0:2-Pleite gegen Arminia Bielefeld zugezogen hat, entpuppte sich als Muskelfaserriss. Der Mittelfeldspieler wird einige Zeit ausfallen, auch beim nächsten Spiel in Stuttgart nicht zur Verfügung stehen.

Dabei hatte man sich bei der Eintracht noch gefreut, dass Kamada nicht für das japanische Nationalteam abgestellt werden musste. In Stefan Ilsanker ist zudem ein weiterer Profi mit dem Corona-Virus infiziert. Und Ragnar Ache stand einmal mehr wegen „muskulärer Probleme“ nicht im Aufgebot. Zudem soll Ache in Verhandlungen mit anderen Klubs für einen Winterwechsel stehen, unter anderem mit Mainz. Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche dementierte dies nicht. „Noch haben wir von den Beratern nichts gehört“, sagte er vieldeutig. Gerüchte, man würde sich um Leverkusens Stürmer Lucas Alario bemühen, seien unzutreffend.

In Kevin Trapp, Makoto Hasebe, Evan Ndicka, Martin Hinteregger und Filip Kostic durften sich fünf Spieler ausruhen und mussten den kurzen Trip nach Mainz nicht mit antreten. Auch ohne sie entschied die Eintracht den Vergleich der Nachbarn mit 1:0 (0:0) für sich. Tuta hat im Stadion am Bruchweg das Tor nach Vorarbeit von Goncalo Paciencia erzielt (74.). Angeführt wurde die Eintracht erstaunlicherweise von Kapitän Sebastian Rode, der ja sonst bei allen möglichen Gelegenheiten wegen seiner Knieprobleme geschont wird. Diesmal war Rode von Beginn an mittendrin und einer der Besten auf dem Platz.

Die Augen aber waren auf andere gerichtet. Auf Zugang Ansgar Knauff, der erstmals für die Eintracht spielte. Der frühere Dortmunder war auf der rechten Seite so gut wie gar nicht ins Spiel eingebunden. „Taktisch hat er es gut gemacht“, lobte Trainer Oliver Glasner dennoch, „das Spiel war gut für ihn, um alles kennenzulernen.“ Comebacker Danny da Costa spielte an alter Wirkungsstätte in Mainz rechts in der Dreierabwehrkette und tat das gut. „Danny versteht unsere Taktik und hat auch die nötige Physis für diese Position“, sagte Glasner, „er hat es großartig gespielt.“ Mit Tuta und Almamy Touré hatte da Costa einen recht sicheren Verbund gebildet. Dahinter spielten je eine Hälfte Diant Ramaj und Jens Grahl im Tor. Grahl wehrte einen Elfmeter von Jean-Paul Boetius ab (76.) und zeigte noch weitere gute Paraden. Die Entstehung des Strafstoßes, den Touré verursacht hatte, nannte der Trainer „ärgerlich“. Einmal habe die Abwehr nicht aufgepasst. „Das war ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Training und bis auf diese Szene haben wir sehr gut gemacht.“

Die Offensive begann ohne die vier Stammkräfte Kostic, Lindström, Borré und Kamada. Jens-Petter Hauge durfte sich nach Verletzungspause in der Kamada-Rolle versuchen, war fleißig, immer anspielbar, verlor aber zu viele Zweikämpfe und dadurch viel zu häufig den Ball. Sam Lammers blieb einmal mehr blass, Paciencia hatte in der Vorbereitung des Treffers wenigstens einen Lichtblick. Und Christopher Lenz deutet links an, wie wertvoll er werden könnte. Für Glasner war es ein „guter Test mit Bundesliga-Intensität“, darum sei er „sehr zufrieden.“

Eintracht Frankfurt: Ramaj (46. Grahl) - Da Costa, Tuta (80. Hyryläinen), Touré - Knauff (64. Chandler), Rode (46. Sow), Jakic, Lenz (46. Durm) - Hauge (46. Lindström) - Paciencia (85. Foti), Lammers (80. Pecar)

Von Peppi Schmitt

Auch interessant

Kommentare