Eintracht Frankfurt

Eintracht: Hrustic scharrt mit den Hufen

„Ich habe mich entwickelt, ich bin besser geworden.“: Ajdin Hrustic (links) bei seinem Traumtor im Mai gegen Mainz.
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„Ich habe mich entwickelt, ich bin besser geworden.“: Ajdin Hrustic (links) bei seinem Traumtor im Mai gegen Mainz.

In Abwesenheit des offiziell geschonten Amin Younes kämpft Spielmacher-Kollege Ajdin Hrustic bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt um seine Chance. Begeistert zeigt sich der australische Nationalspieler vom Trainer.

Frankfurt – Wer in den Fachzeitschriften blättert oder im Internet surft, erkennt auf dem Fußball-Transfermarkt einen eindeutigen Trend. Verkaufen hat Priorität. Egal ob in Berlin oder Stuttgart, in Köln oder Hoffenheim, in Mönchengladbach oder in Frankfurt - überall steht vor dem Einkauf der Verkauf.

Der neue Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hat mit der 23-Millionen-Euro- Einnahme aus dem Verkauf von André Silva nach Leipzig und den zehn Millionen Euro für die abgewanderten Fredi Bobic und Adi Hütter eine wichtige Grundlage gelegt. Insgesamt soll Krösche auf Wunsch des Aufsichtsrates rund 40 Millionen Euro erlösen, was allerdings nicht alleine in diesem Sommer umgesetzt werden muss. Um Daichi Kamada (24) und Filip Kostic (28) ranken sich Gerüchte. Beide wollen die Frankfurter behalten, Kostic noch lieber als Kamada.

Eintracht Frankfurt: Younes erster Anwärter als „Zehner“

Diese Priorisierung hat einen einfachen Grund. Für den Japaner gibt es im Mittelfeld genügend Alternativen. Mit dem dänischen Neuzugang Jesper Lindström (21) ist sogar quasi schon ein direkter Kamada-Nachfolger gefunden. Auch Aymen Barkok (23) könnte in diese Rolle reinwachsen.

Und sollte Trainer Oliver Glasner sich entscheiden, mit zwei Sturmspitzen zu spielen, wird ja nur noch ein „Zehner“ gebraucht. Amin Younes (27) ist da der erste Anwärter. Doch der hat seit gut einer Woche nicht mehr mit der Mannschaft trainiert, und wird auch das Testspiel am Samstag (16 Uhr) im Stadion gegen den Zweitligisten SV Sandhausen verpassen. Der Profi, der noch ein Jahr vom SSC Neapel ausgeliehen ist, ist nicht verletzt oder angeschlagen, heißt es. Viel mehr geht um individuelle Trainingssteuerung, dazu durchläuft der kleine Spielmacher ein spezielles muskulär-gelenkschonendes Aufbauprogramm. Trainer Glasner will kein Risiko eingehen

In Ajdin Hrustic (25) gibt es einen weiteren Mittelfeldspieler, der zum Ende der letzten Saison mit guten Leistungen Hoffnungen geweckt hat, sich im zweiten Jahr in der Bundesliga durchsetzen zu können. „Ich hatte Zeit, zu verstehen und zu lernen“, blickt er auf seine Premierensaison zurück, „ich denke immer positiv und will meine Chancen nutzen.“ Auf welcher Position die Chance kommen wird, wäre ihm egal. Begeistert ist der australische Nationalspieler schon nach wenigen Tagen von Glasner. „Ich finde einfach gut, wie offen er redet, wie er erklärt, warum wir was tun sollen“, beschreibt Hrustic die Arbeitsweise des neuen Trainers.

Mittlerweile habe er sich an das Niveau gewöhnt, und vielleicht gelingt ihm ja noch mal so ein Traumtor wie jenes gegen Mainz im Mai. „So ein Tor schießt du nicht jeden Tag“, befindet er. „Und es hat den Traum von der Champions League am Leben gehalten.“ Am Ende hat es nicht geklappt mit der Königsklasse. Die Saison sei dennoch eine großartige gewesen, findet er und fügt an: „So ist das im Leben: Manchmal ist das Glück nicht auf deiner Seite und man bekommt nicht das, was man sich erwünscht hat.“ (sp/dur)

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