Eintracht-Torwart bricht sich die Hand

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Eintracht-Neuzugang Ralf Fährmann hat sich den Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen.

Hermagor/Österreich - Schock für die Frankfurter Eintracht. Gestern Vormittag hat sich Torwart Ralf Fährmann (20) beim Training den fünften Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen und wird mindestens sechs Wochen ausfallen. Von Peppi Schmitt

Nach Jan Zimmermann (24), der schon nach wenigen Tagen wegen einer Schambeinentzündung das Training abbrechen musste, fehlt ein weiterer Torwart langfristig. Oka Nikolov (35) oder Markus Pröll (29) wird beim Pokalspiel in Offenbach (2. August) im Tor stehen. Heute beim letzten Testspiel im Rahmen des Trainingslagers gegen Austria Kärnten, werden beide eine Halbzeit spielen.

Junioren-Nationaltorwart Fährmann hatte das Vormittagstraining am Sonntag ganz normal absolviert und beendet. Danach hatte er dann Schmerzen verspürt. Zunächst wurde ein Eisverband angelegt, dann fuhr Mannschaftsarzt Dr. Christoph Seeger mit dem Neuzugang aus Schalke ins Krankenhaus nach Hermagor. Die Diagnose war niederschmetternd für den Spieler und für den Trainer. „Es ist ein glatter Bruch“, sagte Dr. Seeger.

Fährmann bekam sofort einen Gips angelegt und musste gestern Abend von Klagenfurt zurückfliegen. In Frankfurt wird er heute einen Handspezialisten aufsuchen, um zu klären, ob eine Operation nötig ist.

„Aus dem Dreikampf ist ein Zweikampf geworden“

Keiner weiß, wie es passiert ist“, schüttelte Trainer Michael Skibbe fassungslos den Kopf. Fährmann hat erst einmal (beim Test gegen Dynamo Kiew) für die Eintracht gespielt und sollte heute gegen Kärnten seine große Chance erhalten. „Jetzt ist aus dem Dreikampf ein Zweikampf geworden“, kommentierte Skibbe die Situation.

Damit geht die Verletzungsserie bei der Eintracht auch diese Saison weiter. In der vergangenen Spielzeit hatten Oka Nikolov und Markus Pröll wegen Verletzungen insgesamt sechsmal (!) den Platz zwischen den Pfosten getauscht.

Mit Fährmann ist gestern auch Faton Toski in die Heimat zurückgeflogen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler muss kurzfristig heute seinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz antreten. Schon nächste Woche soll er wieder ins normale Training einsteigen.

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Drei Tage zur Beobachtung

Lizenzspielerleiter Rainer Falkenhain, der Fährmann und Toski zum Flughafen gebracht hatte, konnte auf der Rückfahrt mit Pirmin Schwegler einen weiteren Neuzugang mitnehmen. Die Eintracht hat Schwegler für 750 000 Euro verpflichtet, der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben. „Er wird im defensiven Mittelfeld nicht nur eine Ergänzung sein, sondern eine Verstärkung“, glaubt Skibbe, der Schwegler schon von 2006 bis 2008 in Leverkusen trainiert hatte. Der Schweizer sei ein „sehr zuverlässiger und entwicklungsfähiger Spieler, der aber schon Bundesliganiveau hat“.

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