Veh warnt vor Duisburg: „Ganz schwere Aufgabe“

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Der „ewige Oka“ hält der Eintracht weiter die Treue: Torwart Oka Nikolov kam 1991 vom SV Darmstadt 98 zur Frankfurter Eintracht, für die er seitdem 221 Erst- und 128 Zweitligaspiele absolvierte. Der 37-Jährige hat seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr verlängert - bis 2013.

Frankfurt - Jetzt ist es amtlich: Oka Nikolov hat seinen Vertrag bei Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt vorzeitig um ein Jahr verlängert - bis zum 30. Juni 2013. Der 37 Jahre alte Torhüter spielt nun schon seit 20 Jahren für die Eintracht. Von Peppi Schmitt

Womöglich ist das der Grund, warum der Verein die erste Vertragsverlängerung für die kommende Saison nicht besonders kommuniziert hat. Der „ewige Oka“ weiter bei der Eintracht - das ist ja schon fast eine Selbstverständlichkeit. Genauso selbstverständlich wird Nikolov am Sonntag (13.30 Uhr) das Tor beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg hüten, der mit neun Punkten nur einen Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt ist. Dagegen will die Eintracht mit einem Sieg ihre Position in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga festigen.

Gekas leidet noch immer unter einer Zerrung

Trainer Armin Veh wird die gleiche Mannschaft auf den Platz schicken, die vor einer Woche beim VfL Bochum 2:0 gewonnen hat. Das liegt auch daran, dass sich Stürmer Theofanis Gekas gestern nach nur einer halben Stunde vom Training verabschiedet hat. Gekas leidet noch immer unter einer Zerrung, die er sich beim letzten EM-Qualifikationsspiel mit Griechenland in Georgien zugezogen hat. „Er fühlt sich noch nicht so gut“, sagt der Trainer, „das Risiko, ihn zu bringen, ist noch zu groß.“ Und so wird der Österreicher Erwin Hoffer in der Mannschaft bleiben, der schon in Bochum mehr als nur ein guter Ersatz für Gekas war. Beim Pokalspiel am kommenden Mittwoch gegen den 1.FC Kaiserslautern soll Gekas dann aber wieder dabeisein.

„Die letzte Saison war uns eine Lehre“

Knapp 36. 000 Karten hat die Eintracht für das Spiel gegen Duisburg im Vorverkauf abgesetzt, mit rund 40 .000 Zuschauern wird gerechnet. Die Fans haben den Abstieg also fast schon verziehen, erfreuen sich am frischen Offensivfußball eine Klasse tiefer. „Wir strotzen im Moment nur so vor Selbstvertrauen“, sagt Kapitän Pirmin Schwegler, „der Kopf spielt eine entscheidende Rolle.“ Veh muss nicht mal dafür sorgen, dass aus dem Selbstvertrauen keine Selbstüberschätzung wird. Das machen die Spieler schon selbst. „Die letzte Saison war uns eine Lehre“, sagt Alexander Meier, „wir dürfen und werden nicht nachlassen.“ Selbstverständlich sei die Eintracht nicht „unschlagbar“, ergänzt Meier, „aber wenn wir jedem Gegner den nötigen Respekt entgegenbringen, dann wird es klappen.“

Zwei Profis an das Regionalligateam abgegeben

Über den MSV Duisburg verliert der Frankfurter Trainer nur lobende Worte. Wie zuletzt Bochum sei auch Duisburg „viel stärker als der Tabellenplatz“. Der MSV habe schließlich vor der Saison ja noch neben der Eintracht zu den Aufstiegsfavoriten gehört. Mit Stürmer Emil Jula und Abwehrspieler Goran Sukala seien Spieler zurückgekehrt, die die Qualität der Mannschaft deutlich anheben würden. „Es wird wieder eine ganz schwere Aufgabe für uns“, glaubt der Trainer, der auf Innenverteidiger Bamba Anderson nach überstandener Nasennebenhöhlenvereiterung zurückgreifen kann. In Marcel Titsch-Rivero und Georgios Tzavellas hat Veh zwei Profis an das Regionalligateam abgegeben.

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Jung, Anderson, Schildenfeld, Djakpa - Rode, Schwegler, Meier, Köhler - Hoffer, Idrissou.- Bank: Kessler - Bell, Lehmann, Caio, Matmour, Korkmaz, Friend

MSV Duisburg: Fromlowitz - Kern, Bruno Soares, Bajic, Wolze - Sukalo - Berberovic, Gjasula, Hoffmann - Jula, Lazok

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