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Eintracht-U23: Dreieich wieder im Blickpunkt

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Von: Ingo Durstewitz, Peppi Schmitt

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Der Sportpark in Dreieich ist regionalligatauglich und eine mögliche Heimspielstätte für die künftige U23 von Eintracht Frankfurt.
Der Sportpark in Dreieich ist regionalligatauglich und eine mögliche Heimspielstätte für die künftige U23 von Eintracht Frankfurt. © Hartenfelser

Die Debatte um die Wiedereinführung einer U23-Mannschaft bei Eintracht Frankfurt nimmt Fahrt auf. Eine Idee ist ein neuer Versuch der Kooperation mit dem SC Hessen Dreieich.

Frankfurt – Vor sieben Jahren hat Eintracht Frankfurt ihre U23 aus der Hessenliga zurückgezogen und aufgelöst. Eine Million Euro hatte die Mannschaft den Klub jährlich gekostet, das war den Verantwortlichen damals im Verhältnis zum Ertrag zu viel. Die Meinungen haben sich mittlerweile geändert. Ob Sportvorstand Markus Krösche, der Direktor Profifußball Ben Manga oder Trainer Oliver Glasner - alle wären froh, die Eintracht hätte wieder eine Mannschaft, in der talentierte Jugendspieler den nächsten Schritt in den Erwachsenenfußball gehen könnten.

Noch vor Weihnachten will der Vorstand der Eintracht nun gemeinsam mit dem Präsidium des Vereins und dem Aufsichtsrat mit Blick auf die kommende Saison 2022/23 eine grundsätzliche Entscheidung fällen, ob die U23 wieder zurück ins sportliche Leben geholt wird. Danach würden sich zwei wichtige Fragen nach dem „Wo“ stellen, sagt Vorstandssprecher Axel Hellmann: Wo, in welcher Liga, dürfte die Eintracht wieder beginnen? Und wo, auf welchem Gelände, könnte die Eintracht spielen? Die erste Frage muss der Hessische Fußball-Verband beantworten, wenn denn ein offizieller Antrag gestellt wird. Die zweite Frage treibt sie bei der Eintracht um. Der heimische Riederwald verträgt aus Kapazitätsgründen ebenso wenig eine weitere Mannschaft wie das Brentanobad, wo die Bundesliga-Frauen und Rot-Weiß Frankfurt zu Hause sind. Auch das Stadion am Bornheimer Hang ist durch den FSV, dessen viele Jugendmannschaften und durch die Footballmannschaft des AFC Universe hoch frequentiert. Als Alternative bliebe nur eine Auslagerung über die Stadtgrenzen hinaus.

Da bietet sich als Kooperationspartner der SC Hessen Dreieich an, mit dem schon einmal eine Kooperation angedacht, aber letztlich nicht mit Leben gefüllt wurde. Der Eintracht-Vorstand hält freundschaftliche Kontakte zum Dreieicher Mäzen Hans Nolte, der frühere Eintracht-Profi Patrick Ochs fungiert dort als Sportvorstand. Für die Eintracht wäre eine Partnerschaft durchaus reizvoll, zumal der Dreieicher Verein, der für eine Saison auch in der Regionalliga antrat, über ein topmodernes Trainingsgelände verfügt.

Gerüchte, die Eintracht könnte quasi die „Lizenz“ der Dreieicher erwerben oder eine Fusion eingehen, um beispielsweise als „Eintracht Dreieich“ an den Start zu gehen, entsprechen nach Informationen dieser Zeitung allerdings nicht der Wahrheit. Vielmehr strebt die Eintracht eine Lösung unter dem eigenen Dach an; will unter ihrem Namen antreten. „Noch ist alles Theorie“, sagt Hellmann, die öffentliche Diskussion komme darum „zur Unzeit“. Zunächst müsse intern eine Entscheidung pro oder contra U23 fallen. Die sportlichen Vertreter haben sich alle dafür ausgesprochen, aber im Aufsichtsrat soll es auch Bedenken geben.

Von Peppi Schmitt Und Ingo Durstewitz

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