Pfalz soll kein Genua werden

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Ein Großaufgebot von knapp 1000 Sicherheitsbeamten soll am Sonntag Szenen wie beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel Italien gegen Serbien in Genua (Foto) verhindern.

Frankfurt ‐ Morgen beim Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel beim 1.FC Kaiserslautern wollen Fangruppen der Frankfurter Eintracht, darunter auch sogenannte „Ultras“, den Spielern einen Besuch in aller Freundschaft abstatten. Von Peppi Schmitt

Machen Sie sich selbst ein Bild von der geplanten Aktion der Frankfurter Ultras.

Schon vor dem Pokalderby in der vergangenen Saison in Offenbach hatten Fans die Mannschaft beim Training besucht, um auf die besondere Bedeutung der Partie hinzuweisen. Die Anhänger seien gern gesehen, sagt Trainer Michael Skibbe, „wir hatten da noch nie Probleme.“ Trotz der martialischen Ankündigungen („Pfalz-Überfall 2010 - Schlachtfest in Kaiserslautern“) einer Ultra-Fraktion im Internet, die in den letzten Tagen für so viel Schlagzeilen gesorgt haben, geht der Eintracht-Trainer von einem friedlichen Derby aus.

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Hooligan-Randale: Italien gegen Serbien abgebrochen

Die Krawall-Androhung von Frankfurter Ultras hat in der Pfalz Alarmstufe 1 ausgelöst. Ein Großaufgebot von knapp 1000 Sicherheitsbeamten soll am Sonntag (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) Szenen wie beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel Italien gegen Serbien in Genua verhindern.

„Haben problematische Fan-Struktur“

Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen geht von einem friedlichen Derby aus. „Ich glaube nicht an Randale“, sagte er in einem Interview, „aber natürlich müssen alle auf der Hut sein.“ Vergleiche mit den Vorkommnissen von Genua seien absolut nicht angebracht. „Wir haben natürlich eine problematische Fan-Struktur, aber solche Dinge wie in Genua kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.“

„Das einzige, was unsere Fan-Szene sicher nicht ist, ist rechtsradikal, dies schließe ich aus“, sagt Bruchhagen. Es gebe allerdings auch keinen Grund, etwas zu bagatellisieren. Bruchhagen: „Wir wissen, dass dies ein schwieriges Spiel wird.“

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