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Eintracht: Um nicht zu verlieren, „spielen wir auf Sieg“

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Von: Peppi Schmitt

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Ein Remis reicht: Doch mit solchen Rechenspielen will Oliver Glasner gar nicht anfangen.
Ein Remis reicht: Doch mit solchen Rechenspielen will Oliver Glasner gar nicht anfangen. © dpa

Eintracht Frankfurt reicht bei Fenerbahce Istanbul ein Unentschieden für Platz eins in der Vorrunden-Gruppe der Europa League. Die Rechenschieber bleiben aber zu Hause. Ohnehin: „Wir haben alles in eigener Hand“

Frankfurt – Nicht verlieren! Mit diesem klaren Ziel wird die Frankfurter Eintracht heute bei Fenerbahce Istanbul (18.45 Uhr/RTL plus) antreten. Ein einziger Punkt würde auf jeden Fall zum direkten Einzug ins Achtelfinale der Europa-League (EL) reichen. Klubs wie Borussia Dortmund oder RB Leipzig, die aus der Champions-League abgestiegen sind, müssen noch einen Umweg über die Play-Offs gehen.

Dass die Eintracht sogar bei einer Niederlage die Chance hätte, direkt weiterzukommen, wenn Olympiakos Piräus in Antwerpen nicht gewinnt, darauf wollen sie sich in Frankfurt lieber nicht verlassen. „Wir werden nicht mit dem Rechenschieber im Flugzeug sitzen“, sagt Trainer Oliver Glasner, „das wäre der völlig falsche Ansatz.“ Es könne nur darum gehen „nicht abzuwarten, sondern nach vorne auf Sieg zu spielen“.

Konzentrieren! Das ist das Schlagwort, auf dem Glasner die Vorbereitung aufbaut. Selbst bei der ersten Niederlage nach zuvor sechs erfolgreichen Spielen, dem 2:3 in Hoffenheim, hatte die Eintracht ordentlich bis gut gespielt, es aber an der nötigen Konzentration fehlen lassen, dem letzten Biss, der „Galligkeit“, wie der Trainer bemängelte. Dies soll nun wieder anders werden. „Ich sehe uns auf dem richtigen Weg, aber wir haben noch sehr, sehr viel Verbesserungspotential.“ Es gelte, auch die Nerven zu behalten. Das Fenerbahce-Stadion im asiatischen Teil der türkischen Metropole gilt als Hexenkessel, wird allerdings nicht voll besetzt sein. Die Gastgeber, für die es sportlich um nichts mehr geht, rechnen lediglich mit 20 000 Zuschauern. Deutsche Fans werden nicht darunter sein, in der Türkei gibt es während der Pandemie grundsätzlich keine Karten für auswärtige Anhänger. „Wir haben alles in unserer eigenen Hand“, sagt Torhüter Kevin Trapp, „das ist der große Vorteil.“

Aktuell sind fast alle Spieler fit. Alleine Jesper Lindström fällt für die Partie in Istanbul aus, soll aber schon am Sonntag beim Heimspiel gegen Leverkusen wieder im Kader stehen. Jens-Petter Hauge (oder Goncalo Paciencia) wird für ihn ins Team kommen. Wahrscheinlich auch, dass Martin Hinteregger anstelle von Makoto Hasebe verteidigen wird.

Erstmals seit drei Wochen wird Aymen Barkok wieder im Kader dabei sein. Meldungen, die Eintracht habe die Entscheidung getroffen, sich vom Eigengewächs zu trennen, womöglich schon im Winter, wies der Trainer zurück. „Das stimmt nicht, das kommt nicht von uns“, stellte Glasner klar, „ich habe mit Aymen ein langes Gespräch geführt und ihm aufgezeigt, was er besser machen muss.“ Noch hat Barkok also die Chance auf eine Zukunft bei der Eintracht.

Voraussichtliche Aufstellung:

Eintracht: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Chandler, Sow, Jakic, Kostic - Hauge, Kamada - Borré.

Von Peppi Schmitt

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