Sow erwartet „Elektrisierende Stimmung“

Eintracht fiebert Start in der Europa League entgegen

Umsichtig: Mittelfeldspieler Djibril Sow (rechts gegen Augsburgs Jan Moravek) will die Eintracht-Offensive noch besser absichern.
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Umsichtig: Mittelfeldspieler Djibril Sow (rechts gegen Augsburgs Jan Moravek) will die Eintracht-Offensive noch besser absichern.

Eintracht Frankfurt hofft im Europapokal gegen Fenerbahce Istanbul auf eine Initialzündung, muss aber auf Trainer Glasner verzichten. Antreiber Sow sieht das Team vor allem in der Breite gut aufgestellt.

Frankfurt – Den einen oder anderen neuen Kollegen hat sich Djibril Sow zur Seite genommen. Dem Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht war es ein Bedürfnis, den Mitspielern die besondere Bedeutung des Europapokals in Frankfurt näherzubringen. „Das sind spezielle Abende, es sind Europapokalnächte mit elektrisierender Stimmung“, erklärt der Schweizer Nationalspieler, „das hat man mir vor zwei Jahren auch gesagt, es war nicht zu viel versprochen.“

Die neue Europa-League-Saison beginnt für die Eintracht Donnerstag (21 Uhr) gegen Fenerbahce Istanbul. Die Arena wird mit den zugelassenen 25 000 Zuschauern ausverkauft sein. Die Eintracht hätte deutlich mehr Karten absetzen können, teilweise war der Ticketserver zusammengebrochen. „Das wird ganz besonders“, sagt der Sow, „darauf können sich alle freuen.“

Nach dem Fehlstart in die Saison bietet das internationale Parkett nun die Möglichkeit, einen Befreiungsschlag zu landen. Er habe schon gegen Stuttgart auf eine „Initialzündung“ gehofft, sagt Sow, „aber im Moment sind die Nuancen des Spiels gegen uns.“ Nun soll es gegen den türkischen Traditionsklub reichen, der sich auch auf viel Unterstützung von den Rängen freuen kann.

Sow ficht das nicht an. „Es liegt an uns, wie die Stimmung ausfällt“, sagt er, „wir sind zu Hause, das ist unser Stadion, egal wie viele Fener-Fans da sind.“ Dass dabei ein wichtiger Baustein fehlen wird, war dem Frankfurter Profi gar nicht bewusst. Die Sperre ihres Trainers Oliver Glasner ist scheinbar noch nicht bis zur Mannschaft vorgedrungen. Assistent Michael Angerschmid wird den Chef beim Spiel vertreten. Eine große Rolle werde das kaum spielen, glaubt Sow, zumal Glasner ja die Vorbereitung noch leiten darf. „Jetzt wo wieder Zuschauer da sind, hören wir den Trainer eh nicht“, sagt er. Die Spieler seien „hungrig“ auf Europa, die Vorfreude auch bei ihm speziell sehr groß: „Ich denke immer noch, dass es eine geile Saison werden kann.“

Sow ist überzeugt von der Qualität der Mannschaft. „Wir sind gut aufgestellt, in der Breite noch besser als in der letzten Saison“, glaubt er. Die Defensive funktioniere seit einigen Spielen gut, an der Offensive müsse noch gearbeitet werden. „Letzte Saison hat es auch gedauert, auch da hatten wir viele Unentschieden“, erinnert er, „irgendwann sind die Spiele auf unsere Seite gekippt.“ Das gelte im Speziellen auch für die Stürmer. Auch André Silva (jetzt Leipzig) sei zu Beginn nicht der Spieler gewesen, der er am Ende war. Der 28-Tore-Mann habe sich mächtig gesteigert. Sow: „Er hat dann Dinger reingemacht, die er vorher nie reingemacht hätte.“ Auf ähnliche Effekte hofft Sow nun bei Sam Lammers oder Rafael Borré.

Gemeinsam mit seinem neuen Partner Kristijan Jakic will er die Offensive absichern. „Kristijan ist ein klarer Sechser, zweikampfbetont und aggressiv“, sagt er, „es ist wichtig für mich, wenn mir einer den Rücken freihält. Auch mit Ajdin Hrustic habe es gut geklappt, aber eben anders. Hrustic habe einen „größeren Bewegungsradius“ gehabt, „da muss ich mehr aufpassen, wohin ich laufe.“

Von Peppi Schmitt

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