Endlich zurück in der Normalität

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Christoph Preuß im Trainingslager in Belek.

Belek/Türkei (sp) ‐ Der Mann ist fast den ganzen Tag mit einem Lächeln im Gesicht herum gelaufen. Und das hat nicht an den milden Temperaturen und dem Sonnenschein im Trainingslager der Frankfurter Eintracht im türkischen Belek gelegen.

Es war viel mehr die persönliche Freude über ein erstaunliches Comeback. Zwar hat Christoph Preuß schon vor ein paar Wochen nach mehr als zweijähriger Verletzungspause mit vier Knieoperationen in Hoffenheim sein Comeback in der Bundesliga gefeiert, doch die paar Sekunden von Hoffenheim bedeuteten in erster Linie einen emotionalen Schub, die Arbeit mit der Mannschaft im Trainingslager dagegen war der Weg zurück in die Normalität eines Berufsfußballers.

Keine Schmerzen, kein unsicheres Gefühl

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Ich habe keinerlei Probleme“, sagt der 28 Jahre alte Preuß. Eine Aussage, die nach seiner scheinbar nie endenden Leidenszeit überraschend kommt. Dreimal am Tag wurden die Spieler von Trainer Michael Skibbe gefordert. Vor dem Frühstück bei einem langen Lauf, Preuß' Knie hielt. Am Vormittag bei vielen spielerischen Übungen auf dem Platz, Preuß' Knie hielt. Und am Nachmittag bei taktischen Übungen auf dem Platz, Preuß' Knie hielt. Als die Eintracht in Testspielen gegen Rot-Weiß Oberhausen und den Karlsruher SC gefordert wurde, war auch Preuß dabei. Und hatte keinerlei Probleme mit dem Knie, keine Schmerzen, kein unsicheres Gefühl. „Wir haben ganz offenbar richtig gute Vorarbeit geleistet“, sagt er. Wir, das ist natürlich in erster Linie er selbst, aber auch die Physiotherapeuten der Eintracht und vor allem der ehemalige Physiotherapeut Björn Reindl, in dessen Studio in Neu-Isenburg Preuß nach der jüngsten Knieoperation in Amerika sein Comeback vorbereitet hat.

Da Aleksandar Vasoski wegen Verletzung nicht zur Verfügung steht und Marco Russ wegen einer Darmgrippe auch ausgefallen war, musste oder durfte Preuß in der Innenverteidigung spielen. „Damit habe ich kein Probleme“, sagt er, lächelt und ergänzt: „Ich bin einfach jeden Tag froh, wenn ich ohne Probleme mitmachen kann, ich genieße es, wieder Fußball spielen zu können.“

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