Gewinner Besuschkow - Verlierer Ordonez

Erkenntnisse nach dem 1:1 der Eintracht gegen Sassuolo

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Das Testspiel der Eintracht gegen den italienischen Erstligisten Sassuolo.

Gais/Südtirol - Vorbereitungsspiele im Rahmen von Trainingslagern sind mit Vorsicht zu genießen. Die in den Tagen zuvor hoch belasteten Spieler verkraften die intensiven Übungseinheiten einfach zu unterschiedlich. Und so sind erfahrene Trainer eigentlich nicht bereit, den einen oder anderen herauszuheben oder einen womöglich schon abzuschreiben. Von Peppi Schmitt

Das gilt natürlich auch für die Frankfurter Eintracht und ihren Coach Niko Kovac. Und doch hat das Testspiel am Donnerstag gegen den italienischen Erstligisten US Sassuolo (1:1) mit Max Besuschkow einen Gewinner und mit Andersson Ordonez einen Verlierer hervorgebracht. Der eine konnte mit einer engagierten Leistung auf sich aufmerksam machen, der andere verspielte mit vielen fehlerhaften Aktionen seine Chance, sich nachhaltig in Erinnerung zu bringen.

Besuschkow haben die Frankfurter im letzten Winter von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart geholt, Sportvorstand Fredi Bobic hatte da sein Stuttgarter Insiderwissen genutzt. Im erste Halbjahr ist der in Tübingen geborene Sohn russischer Eltern nicht weiter aufgefallen, hat es nur auf drei Einsätze in der letzten Rückrunde gebracht. Besuschkow, so kann man es ausdrücken, hat keine wirkliche Rolle gespielt. Dabei wurde übersehen, dass er gerade erst 20 Jahre alt geworden ist und seine sportliche Zukunft noch vor sich hat.

In dieser Vorbereitung hat er sich bislang richtig stark vorgestellt. Gegen Sassuolo gehörte er zu den Auffälligsten. "Er ist ziemlich weit vorne in der Vorbereitung", hat der Trainer ihn zurückhaltend gelobt, "Max ist ein absoluter Vollprofi, er weiß, was er will." Besuschkow will die Chance, die sich ihm im Mittelfeld bietet, am Schopf packen. Mit Jonathan de Guzman, Marco Fabián und Daichi Kamada fehlen derzeit drei kreative Köpfe wegen Verletzungen, auch der direkte Konkurrent Slobodan Medojevic ist angeschlagen. Zudem hat Neuzugang Gelson Fernandes noch das eine oder andere spielerische Integrationsproblem. Besuschkow also hat die Aufgabe angenommen, frisch und frei drauflos gespielt.

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"Ich gebe jeden Tag Gas und will mich weiterentwickeln", sagt er, "ich will Schritt für Schritt nach vorne kommen". Ein Stück weit ist ihm das gerade in den Tagen von Südtirol gelungen. Sein läuferisches Talent kommt ihm da zur Hilfe. "Ich kann viel laufen", lächelt er die läuferischen Belastungen einfach weg, "wer bei Herrn Kovac trainiert, hat immer schwere Beine". Dem gesamten Trainerteam ist er dankbar, "sie haben mich weitergebracht."

Dass es für einen Stammplatz reichen wird, ist immer noch eher unwahrscheinlich, aber mit Besuschkow hat Trainer Kovac zumindest eine weitere Alternative gefunden. Ein Spieler, der voller Vorfreude der Liga entgegensieht. "Wir haben eine geile Mannschaft und Bock auf die Saison", sagt er und hat sich vorgenommen, "dass ich mich in allen Belangen weiter verbessere." Besuschkow ist auf einem guten Weg.

Bilder vom Trainingslager der Eintracht in Südtirol

Das kann man von Andersson Ordonez nicht sagen. Da klappt es mit der spielerischen Integration noch nicht wirklich. Der Ecuadorianer, als Hoffnung für eine der Innenverteidigerpositionen ebenfalls im letzten Winter geholt, kommt irgendwie nicht richtig von der Stelle. Immer wieder wird er von Verletzungen zurückgeworfen, zudem scheint ihm der Wechsel vom südamerikanischen zum europäischen Fußball mit all seinen Facetten, auch der Trainingsarbeit, richtig schwer zu fallen. Darauf deuten die vielen kleineren und größeren Verletzungen hin, die ihn immer wieder zu Pausen zwingen.

Und wenn er dann mal spielt, wie nun gegen Sassuolo, dann geht einfach viel schief, zu viel. Es ist nicht so, dass Ordonez keine Qualitäten hätte, aber er kann sie zu selten wirklich einbringen. Mit einer Reihe von Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen hat er die Mannschaft einige Male in Schwierigkeiten gebracht. Die nicht neue Erkenntnis: Die Eintracht muss in der Innenverteidigung dringend nachbessern. Im Laufe der zweiten Halbzeit hatte es der Trainer nach Ordonez' Auswechslung schon wieder mit Timmy Chandler versucht. Ganz so wie vor einem Jahr. Dann war Jesus Vallejo gekommen.

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