90 Beschuldigte

Ermittlungen nach Krawallen vor Eintracht-Spiel in Berlin

Frankfurt/Berlin - Knapp ein Jahr nach den schweren Krawallen vor dem Fußball-Bundesligaspiel Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt laufen gegen mehr als 90 Verdächtige Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

 "Wir ermitteln gegen rund 70 Beteiligte von Frankfurt und 20 von Hertha BSC, die dort in Streit geraten sind und sich teilweise geprügelt haben", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, dem Berliner Radiosender 104.6 RTL. Zahlreiche Anhänger beider Vereine hatten sich Ende Februar 2017 in der Beusselstraße in Berlin-Moabit rund um ein Fan-Lokal der Ultra-Szene der Blau-Weißen eine Straßenschlacht geliefert. Die maskierten Schläger hatten einander mit Flaschen, Bierkisten, Schlagwerkzeug, Stühlen und Feuerwerkskörpern attackiert. Am Ende waren sechs Menschen im Krankenhaus und etwa 90 mutmaßliche Schläger in Polizeigewahrsam gewesen. Beweisführung und Ermittlungen seien ausgesprochen kompliziert, so Steltner. "Wir haben kein entsprechendes Bildmaterial, müssen also sehen, ob wir über Zeugenaussagen weiterkommen- das gestaltet sich aber sehr zäh." Es gebe "mehrere Tatvorwürfe, der Schwerpunkt ist aber der des schweren Landfriedensbruchs". Insofern sei das Ganze "sehr komplex, sehr schwierig und die Beweislage nicht einfach". (dpa)

Bilder: Eintracht verliert in Berlin

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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