Hammergruppe

Eintrachts Fahrplan durch Europa

Frankfurt - Was für eine Hammergruppe: Die Frankfurter Eintracht bekommt es in der Europa-League mit Lazio Rom, Olympique Marseille und Apollon Limassol zu tun. Das ist für die Mannschaft ausgesprochen schwer, für die Fans wäre es ausgesprochen reizvoll. Von Peppi Schmitt

Keine Reisen in den Osten, keine in den Norden, für die Eintracht heißt es: „Ab in den Süden“. Doch die UEFA hat allen Anhängern einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Wegen Krawallen in der vergangenen Saison beim Heimspiel gegen Leipzig muss Marseille sein erstes Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Die Fans der Eintracht werden mitbestraft, können nicht zum ersten Auswärtsspiel ihrer Mannschaft am 20.September an die Cote d’Azur reisen. Das Stade Velodrom muss leer bleiben. Schlecht auch: Alle drei Heimspiele, die längst ausverkauft sind, beginnen erst um 21 Uhr. Um 13.32 Uhr am Freitag hat der ehemalige argentinische Nationalspieler Hernan Crespo die Frankfurter Eintracht aus dem Lostopf 3 gezogen und in die Gruppe H eingereiht. Und zehn Minuten später haben dann die genauen Zusammensetzungen der Gruppen festgestanden. Und ganz Frankfurt hat gejubelt.

Marseille ist gespickt mit Stars, dem Weltmeister Adil Rami, dem Nationalspieler Dimitri Payet und dem ehemaligen Bayern-Profi Luiz Gustavo. Die Römer kommen mit Sergej Milinkovic-Savic und dem ehemaligen Dortmunder Ciro Immobile. Lazio Rom trägt seine Heimspiele im Olympiastadion aus, da wird genug Platz sein für die Frankfurter Fans. Dazu dürfen die Frankfurter noch auf die Mittelmeerinsel Zypern fliegen. Die Reaktionen waren rundum positiv. Sportvorstand Fredi Bobic spricht von einer „sehr anspruchsvollen Gruppe mit hohen Hürden.“ Für Trainer Adi Hütter ist Lazio Rom der große Favorit. „Die haben die Champions-League nur knapp verfehlt, Marseille war im letzten Euro-League-Finale und Limassol hat gerade Basel rausgeworfen“, sagt Hütter, „das zeigt wie stark die Gegner sind.“

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Der neue Torwart freut sich auf die Rückkehr nach Frankreich. „In Marseille herrscht immer eine ganz besondere Stimmung, da ist es ganz schwer zu spielen“, sagte Kevin Trapp. Da wusste er noch nicht, dass das Stadion leer bleiben wird.“ Für Axel Hellmann ist das im Sinne der Fans sehr ärgerlich. Insgesamt aber war er zufrieden. „Wir haben uns Europa gewünscht, jetzt haben wir Europa auf höchstem Niveau“, sagte er.

Die Spiele im Überblick:

20. September (18.55 Uhr): Olympique Marseille - Eintracht Frankfurt

4. Oktober (21 Uhr): Eintracht Frankfurt - Lazio Rom

25. Oktober (21 Uhr): Eintracht Frankfurt - Apollon Limassol

8. November (18.55 Uhr): Apollon Limassol - Eintracht Frankfurt

29. November (21 Uhr): Eintracht Frankfurt - Olympique Marseille

13. Dezember (18.55 Uhr): Lazio Rom -Eintracht Frankfurt

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