Fällt heute Entscheidung pro Funkel?

Frankfurt - Geht das Hick-Hack um die Vertragsverlängerung von Friedhelm Funkel heute zu Ende? Wenn der Vorstand des Fußball-Erstligisten Eintracht Frankfurt um die Mittagszeit zusammenkommt, wird die Zukunft des Trainers ganz oben auf der Liste stehen.

Frankfurt (sp) - Es gilt als wahrscheinlich, dass das dreiköpfige Gremium, bestehend aus dem Vorsitzenden Heribert Bruchhagen, Dr. Thomas Pröckl und Klaus Lötzbeier, dem Aufsichtsrat eine einstimmige Empfehlung zur Verlängerung des Vertrages um ein Jahr bis zum 30. Juni 2010 geben wird.

„Die Gespräche laufen gut, keiner setzt den anderen unnötig unter Druck“, sagt Bruchhagen, der in den letzten Tagen weitere Gespräche mit dem 55-jährigen Fußball-Lehrer geführt hat. Funkel hatte zuletzt einige Forderungen für die Verlängerung des Vertrages gestellt. Sportlich geht Bruchhagen gedämpft optimistisch in die am Samstag mit dem Spiel bei Hertha BSC Berlin beginnende Rückrunde. Er erwarte von der Mannschaft, „dass wir mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben, auch wenn wir immer auf der Hut bleiben müssen.“ Und er geht davon aus, „dass wir durch die gesteigerte Qualität im Kader ein paar Punkte mehr holen als in der Vorrunde.“

Ob dies noch zu einem Vorrücken in der Tabelle führen könne, sei allerdings abzuwarten. Wirtschaftlich sieht der Eintracht-Chef den Klub in Zeiten der großen Finanzkrise gut aufgestellt. „Es wird sich bezahlt machen, dass wir immer vorsichtig gewirtschaftet haben“, glaubt Bruchhagen. Es sei die Aufgabe des Managements des Vereins, sich auf die Umstände einzustellen. Bruchhagen: „Es wäre ja naiv zu glauben, die Finanzkrise würde um die Bundesliga einen Bogen machen.“ Zumindest auf den Zuschauerzuspruch werden die wirtschaftlichen Probleme vorerst keinen Einfluss haben. Für die ersten vier Heimspiele gegen Köln, Wolfsburg, Hoffenheim und Schalke hat die Eintracht schon 165 000 der zur Verfügung stehenden 206 000 Karten verkauft.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare