„Fans“ verlieren wieder

Eintracht-Trainer Armin Veh war mit der Leistung in Ingolstadt alles als zufrieden.
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Eintracht-Trainer Armin Veh war mit der Leistung in Ingolstadt alles als zufrieden.

Ingolstadt (sp) - Karim Matmour ist bei der Frankfurter Eintracht der Mann für die letzten Minuten. Beim 3:2-Sieg im Auftaktspiel in Fürth war dem algerischen Nationalspieler nach seiner Einwechslung in letzter Minute der Siegtreffer gelungen.

Beim 3:0 in Braunschweig hatte er zu zwei Treffern von Alexander Meier die Vorarbeit geliefert. Und gestern erzielte Matmour in letzter Sekunde den 1:1-Ausgleichstreffer in Ingolstadt. „Er war nicht richtig im Spiel, aber er ist ein guter Joker“, lobte Trainer Armin Veh sparsam. Aber es gab auch kritische Worte vom Coach. Vor dem Gegentreffer habe Matmour nicht „richtig nachgesetzt“ zudem habe er „viel zu sehr nach innen gedrängt. “

Schwächste Saisonleistung

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Krawallmacher sollen zuhause bleiben

Über Außen wollte Veh die dichte Ingolstädter Deckung knacken, deshalb hatte er mit Matmour und Korkmaz frische Flügelspieler eingewechselt. „Doch die waren auf einmal auch noch in der Mitte“, ärgerte sich Veh über die taktischen Schwächen seiner Spieler. Die, gemeinsam mit einer doch deutlich sichtbaren Müdigkeit nach dem Pokalspiel über 120 Minuten unter der Woche zur schwächsten Saisonleistung geführt hatte.

„Wir waren geistig und körperlich müde“, sagte Veh. Um die Akkus wieder aufzuladen, hat Veh seinen Spieler erst einmal zwei Tage frei gegeben.

Auf den Rängen haben Frankfurter wieder einmal verloren

Auf dem Spielfeld hat die Eintracht gerade noch die erste Niederlage vermeiden können, auf den Rängen aber haben die Frankfurter wieder einmal verloren. „Wir müssen warten, was im Schiedsrichter-Bericht steht“ sagte fast schon resignierend Vorstandschef Heribert Bruchhagen, nachdem sogenannte Fans den Ingolstädter Torwart Kirschstein mit Plastik-Feuerzeugen beworfen hatten. Schiedsrichter Christian Fischer drohte sogar mit Spielabbruch.

Aus der guten Unterstützung für die eigene Mannschaft war im Laufe der zweiten Halbzeit wieder einmal ein mehr als peinlicher Auftritt geworden. Sprechchöre wie „wenn wir wollen, schlagen wir euch tot“, bestätigen einmal mehr den schlechten Ruf, der den Eintracht-Fans aktuell in Fußball-Deutschland vorauseilt. Die Konsequenzen muss nun der Verein tragen.

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