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Fehlschuss macht die Eintracht froh

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Von: Peppi Schmitt

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Riesenglück für die Eintracht: Stuttgarts Angreifer Vedad Ibisevic (Nummer neun) hat Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp (links) bei seinem Elfmeter in der Nachspielzeit bereits verladen, schießt den Ball aber klar am Tor vorbei. Somit blieb es beim 1:1. J Foto: dpa
Riesenglück für die Eintracht: Stuttgarts Angreifer Vedad Ibisevic hat Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp bei seinem Elfmeter in der Nachspielzeit bereits verladen, schießt den Ball aber klar am Tor vorbei. Es blieb beim 1:1. © dpa

Stuttgart - Das Formhoch der Frankfurter Eintracht hält an. Mit dem 1:1 (1:1) beim VfB Stuttgart holt das Team am Sonntagabend völlig verdient einen Punkt. Obwohl die Frankfurter über weite Strecken die bessere Mannschaft waren, brauchten sie am Ende auch Glück. Von Peppi Schmitt

Denn in der Nachspielzeit verschoss der Stuttgarter Vedad Ibisevic einen Elfmeter. „Wir hätten uns fast um den Lohn für eine wirklich überzeugende Leistung gebracht“, atmete Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen auf, „wir waren in Technik, Spielanlage und Schnelligkeit wirklich gut.“ Doch die Frankfurter erzielten vor 44 800 Zuschauern „in einem intensiven und guten Spiel“, so Trainer Armin Veh, nur ein Tor – durch Marco Russ in der 14. Minute. Timo Werner glich für die kampfstarken Schwaben umgehend aus (16.).

Veh hatte Aufstellung und System geändert. Für Takashi Inui kam Johannes Flum, statt 4-2-3-1 wurde 4-4-2 gespielt. Und Stuttgart hatte damit in der ersten Viertelstunde echte Probleme. Stefan Aigner und Vaclav Kadlec, die beiden Spitzen, wirbelten die Schwaben-Defensive durcheinander. In der 7. Minute hatten die Gäste dann eine Doppelchance. Nach einer herrlichen Kombination kam Flum zum Schuss, der Ball wäre wohl eingeschlagen, d

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och er wurde leicht abgefälscht. Barnettas Eckball hätte Anderson dann einköpfen können, doch er zielte über das Tor. So ging es zunächst weiter, mit einer überlegenen Eintracht und einem verwirrten VfB. Kadlec verpasste (11.), bevor dann in der 14. Minute die Führung gelang. Nach einer weiteren Ecke von Barnetta staubte Russ ab.

Doch die Freude währte nur zwei Minuten, dann glich der VfB mit der ersten nennenswerten Aktion aus. Eintracht-Torwart Kevin Trapp hatte einen Schuss von Harnik zur Ecke abgewehrt, diese nutzten die Gastgeber zum 1:1. Gentner verlängerte gegen Anderson mit dem Kopf, Trapp verlängerte unglücklich mit den Fingerspitzen und Werner traf aus kurzer Distanz mit dem Kopf. Danach beruhigte sich die Partie etwas, Stuttgart wurde stärker, lief aber in der 20. Minute in einen Konter. Aigner wurde erst in letzter Sekunde von Rüdiger gestoppt.

Die Gastgeber hatten bis zur Pause keine Möglichkeit mehr. Und auch nach dem Wechsel war die Eintracht zunächst besser. Aigner vergab per Kopf (47.) und dann brachte Kadlec den Ball aus fünf Metern nicht über die Linie (56.). Und der VfB? Der wollte nach Zambranos Rettungstat gegen Boka Elfmeter (52.), bekam ihn aber nicht. Aigner schoss in der 65. Minute vorbei. Und dann blieb den Frankfurtern der Atem weg. Nach einem tollen VfB-Konter traf Maxim, doch der Assistent hatte die Fahne oben. Ibisevic hatte auf der Linie neben Trapp gestanden, Abseits. Das konnte man so sehen.

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In den letzten Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Ibisevic schoss aus kurzer Distanz drüber. In der 92. Minute hatte der eingewechselte Martin Lanig die Siegchance für die Eintracht, doch er scheiterte alleine an Torwart Ulreich. Und als die Nachspielzeit fast vorbei war, gab es einen Elfmeter. Rode hatte Traore im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Zwayer sofort gepfiffen. Doch Ibisevic schoss den Strafstoß weit daneben. „Das war ausgleichende Gerechtigkeit“, so Eintracht-Kapitän Jung, „eine Niederlage hätten wir wirklich nicht verdient.“

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