EINTRACHT Letzte Nationalspieler kehren erst zwei Tage vor BVB-Spiel zurück

Fjörtoft rückt in Kreis der Bobic-Erben auf

Eintracht-Trainer Adi Hütter (Mitte) unterhält sich mit dem scheidenden  Sportvorstand Fredi Bobic (l).
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Eintracht-Trainer Adi Hütter (Mitte) unterhält sich mit dem scheidenden Sportvorstand Fredi Bobic (l).

Bis zum Dienstag können die Profis von Eintracht Frankfurt noch die Seele baumeln lassen, erst dann bittet Coach Adi Hütter wieder zum gemeinsamen Üben in den Stadtwald. Aber das stimmt im Grunde ja nur für die wenigen Fußballer, die nicht auf Dienstreise sind, und die kann man locker an den Fingern beider Hände abzählen. Die anderen Kicker sind auf Länderspielreise.

Frankfurt – Das ist die Hauptsorge von Eintracht-Trainer Hütter: Dass sich einer seiner Reisenden bei den Trips mit den Ländermannschaften eine Blessur zuzieht (oder aktuell: sich mit dem Virus infiziert) und am kommenden Wochenende für das Spitzenspiel bei Borussia Dortmund ausfallen könnte. Offen ist weiterhin, ob Martin Hinteregger bis dahin seine Fazienblessur im Oberschenkel soweit auskuriert hat, dass er spielen kann. Das wäre von ziemlicher Wichtigkeit, denn sein potenzieller Ersatz, Makoto Hasebe, brummt bekanntlich eine Gelbsperre ab. Aber bis zum nächsten Samstag ist noch eine Weile Zeit, Zeit, die Hinteregger auch benötigen wird. Die Eintracht stellt übrigens (mit Bayern München) die meisten Spieler (13) für die Ländermannschaften ab. Die letzten Nationalspieler kehren erst am Donnerstag wieder zurück, zwei Tage vor dem wichtigen Spiel um den Champions-League-Einzug.

Eintracht-Trainer Hütter steht vor persönlichem Rekord

Keine leichte Aufgabe für Adi Hütter, der am Samstag gerade 1000 Tage im Amt als Trainer bei Eintracht Frankfurt war und dabei in 133 Pflichtspielen die hessischen Profis betreute - mehr Spiele hatte er bei keinem seiner Arbeitgeber geschafft, in 133 Pflichtspielen stand er auch bei Young Boys Bern an der Linie, diese Marke wird der Österreicher am Samstag knacken - und ein Ende ist nicht abzusehen, sein Vertrag läuft noch bis 2023.

In der Causa Bobic arbeiten alle Beteiligten mit Hochdruck an einer Lösung. In der Nachfolgediskussion ist auch Jan-Aage Fjörtoft, der frühere Kultkicker, einstige Teammanager der norwegischen Nationalelf und TV-Experte, in den Kreis der möglichen Erben aufgenommen worden. Der 54-Jährige hält sich bedeckt, was ein mögliches Engagement angeht: „Die Eintracht hat in Bobic einen Klasse-Mann“, schrieb er auf eine Anfrage.   kil

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