Wir spielen für unsere Fans“

Eintracht ganz alleine im fremden Haus

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Viel Druck vorm Auswärtsspiel in Lüttich, denn: Ein Sieg und die nächste Runden wäre erreicht

Viel Druck vorm Auswärtsspiel in Lüttich, denn: Ein Sieg und die nächste Runden wäre erreicht.

Frankfurt/Lüttich - Vor mehr als einem Jahr, als die Frankfurter Eintracht ihr Comeback in Europa bei Olympique Marseille feierte, waren keine Frankfurter Fans im Stadion. Allerdings auch keine französischen, Marseille war von der UEFA zu einer Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt worden. Die Eintracht machte das Beste aus dem „Geisterspiel“, gewann damals 2:1 im „Stade de Velodrom“ und startete damit in eine begeisternde internationale Saison. Wenn die Frankfurter an diesem Donnerstag (18.55 Uhr live bei DAZN) bei Standard Lüttich antreten, werden sie wieder alleine sein im fremden Haus. Der große Unterschied: Die Fans des Gegners sind dabei, mehr als 25 000 als fanatische bekannte Belgier werden ihre Mannschaft unterstützen. Wie also wird die Eintracht reagieren? 

Frankfurt: Eintracht ohne Fans in Lüttich

„Wir freuen uns immer, wenn sie dabei sind“, sagte Gelson Fernandes bei der offiziellen Pressekonferenz am Mittwochabend, „morgen werden wir für sie spielen.“ Der Frankfurter Mittelfeldspieler erwartet wie sein Trainer eine hitzige Atmosphäre. „Das ist ganz besonders hier“, sagte er, „es ist vielleicht die beste Stimmung in ganz Belgien.“ Für den Trainer ist es „das absolute Schlüsselspiel“, um den zweiten Platz in der Gruppe H und damit das Weiterkommen zu erreichen. „Wir spielen gegen eine sehr, sehr heimstarke Mannschaft, die hier lange nicht mehr verloren hat“, sagte Trainer Hütter, „wir spielen auch gegen ein volles Stadion.“ Dennoch sieht der Frankfurter Coach der Begegnung zuversichtlich entgegen. Seine Mannschaft können aus dem Bayern-Spiel „viel Selbstvertrauen“ mitnehmen und auf die eigenen Stärken vertrauen. Hütter: „Wenn wir gewisse Sache umsetzen, dann sind wir unangenehm zu bespielen.“ 

Die Bedeutung der Partie ist klar. Nach dem 1:1 von Arsenal in Guimaraes am Mittwoch sind die Londoner fast „durch“, brauchen nur noch ein Unentschieden an den letzten beiden Spieltagen. Und die Portugiesen haben nur noch theoretische Chancen. Mit einem Sieg könnte die Eintracht schon frühzeitig das Ticket für das Sechzehntelfinale im Frühjahr lösen. Bei einem Unentschieden hätte sie weiter die Nase vorn vor dem schärfsten Konkurrenten aus Lüttich. Auch bei einer 1:2 oder 2:3-Niederlagen bliebe die Ausgangsposition vor den dann noch folgenden Spielen in London und zu Hause gegen Guimaraes in Takt. Bei einem 0:1 aber, wegen des Auswärtstors der Belgier in Hinspiel vor zwei Wochen (2:1) oder einer höheren Niederlage, würde es ganz, ganz eng. 

Frankfurt: Eintracht will gewinnen

Die Frankfurter Mannschaft ist am Mittwoch per Flugzeug angereist nach Lüttich und hat am Abend im Stadion „Maurice-Dufrasne“ eine lockere Abschlusseinheit absolviert. Der Trainer hat ziemlich überraschend auf Dominik Kohr und Erik Durm im Aufgebot verzichtet. Nach einer schöpferischen Pause im Heimspiel gegen die Bayern kehrt Makoto Hasebe wieder zurück ins Team, Evan Ndicka muss auf die Bank. Einzig offene Frage in Bezug auf die Aufstellung: Lässt Hütter neben den beiden Spitzen Bas Dost und Goncalo Paciencia mit Daichi Kamada einen weiteren offensiven Spieler ran, oder vertraut er zunächst der defensiven Variante mit zwei „Sechsern“ (Rode und Fernandes) und einem „Achter“ (Sow)? Verraten wollte er das natürlich nicht. „Eine gute Defensivarbeit ist ganz wichtig, aber wir müssen auch mutig nach vorne spielen, dann kriegen wir unsere Tormöglichkeiten“, sagte er. VON PEPPI SCHMITT

Eintracht: Rönnow – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Da Costa, Rode, Fernandes, Kostic - Sow – Dost, Paciencia.- Bank: Zimmermann, Ndicka, Falette, Chandler, Kamada, Gacinovic, Silva

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