Frankfurter gehen „am Stock“

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Caio (links) und Teber fallen gegen Mainz aus.

Frankfurt (sp) ‐ Nur fünf Spieler beim Ausfahren auf dem Fahrrad, nur sechs Spieler auf dem Trainingsplatz - am Tag nach dem 2:2 gegen Hertha BSC Berlin waren die Reihen der Frankfurter Eintracht gelichtet.

Der „Substanzverlust“, den Vorstandschef Heribert Bruchhagen schon beim Spiel bemerkt hatte, hat nun voll durchgeschlagen. Fünf Tage vor dem Derby beim FSV Mainz 05 gehen die Frankfurter „am Stock“. Mehr als die Hälfte der Mannschaft humpelt, ist verletzt, angeschlagen oder einfach nur müde. Noch drei Spiele stehen aus und trotz der Misere haben die Frankfurter noch zwei Ziele. „Wir wollen die 46 Punkte erreichen, die wir uns vorgenommen haben und wir wollen den Platz vor Mainz verteidigen“, sagt Trainer Michael Skibbe.

Zumindest bei einem Spieler gab es am Montag Entwarnung. Maik Franz, der sich nach einem Foul von Levan Kobiashvili eine Verletzung an der rechten Hand zugezogen hatte, konnte schon wieder ein paar Runden drehen. Statt des befürchteten Bruchs wurde „nur“ eine starke Verstauchung festgestellt. Franz zumindest wird in Mainz spielen können und freut sich schon drauf. „Da wird richtig was los sein“, sagt er, „ein Derby eben“. Nicht vergessen sind die wenig freundschaftlichen Duelle, die sich Franz und der Mainzer Aristide Bancé im Hinspiel geliefert haben.

Aufgebot ist in der Spitze nicht ausgeglichen genug

Fehlen wird Caio. Der Brasilianer hat sich einen Muskelfaserriss im Beckenbereich zugezogen und wird womöglich in dieser Saison überhaupt nicht mehr spielen können. Nicht spielen kann auch Selim Teber (Muskelverletzung). Ümit Korkmaz plagt sich mit einer Bauchmuskelzerrung. Chris (Rückenprobleme), Halil Altintop und Sebastian Jung sollen heute wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Der Kräfteverschleiß und die Verletzungen machen eines deutlich: Das Aufgebot der Eintracht ist in der Spitze nicht ausgeglichen genug, um dauerhaft auf hohem Niveau spielen zu können.

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