Auch Russ droht auszufallen

Frankfurts Paciencia fällt mit Außenmeniskusriss sechs Wochen aus

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Goncalo Paciencia hat sich im Training einen Riss im linken Außenmeniskus zugezogen.

Frankfurt - Goncalo Paciencia hat sich bei seinem Trainingsunfall am Montag einen Riss des Außenmeniskus im linken Knie zugezogen. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Von Peppi Schmitt

Paciencia fliegt in seine portugiesische Heimat und wird dort am Donnerstag operiert. Die Ausfalldauer beträgt mindestens sechs Wochen. Der Stürmer ist damit nach Timothy Chandler (Knorpelschaden) und Carlos Salcedo (Riss des Syndesmosebandes) der dritte Profi der Frankfurter Eintracht, der auf unbestimmte Zeit ausfällt. Zudem ist ja Verteidiger Jetro Willems zumindest für die nächsten beiden Bundesligaspiele, am Freitag in Dortmund und am Sonntag nächster Woche zu Hause gegen Leipzig nach seiner roten Karte gesperrt.

Und Routinier Marco Russ plagt sich immer wieder mit Achillessehnenproblemen, trainiert schon seit einigen Wochen nicht mehr wirklich regelmäßig und konnte selbst beim Freundschaftsspiel letzte Woche gegen Ederbergland nicht eingesetzt werden.

Die Ausfälle häufen sich bei der Eintracht also schon früh in der Saison. Umso wichtiger ist es, dass der Kader zumindest quantitativ durchaus breit aufgestellt ist und dass Trauner Adi Hütter auf jene Spieler wird zurückgreifen können, die noch vor ein paar Wochen in die „Trainingsgruppe 2“ geschickt worden waren und unbedingt verkauft werden sollten. V

ielleicht stellt es sich nochmal als Vorteil heraus, dass Marco Fabián, Marc Stendera, Simon Falette und Branimir Hrgota keine neuen Arbeitgeber gefunden haben. Zumindest Abwehrspieler Falette dürfte bald zu einer echten Alternative werden, denn die Frankfurter Deckungsreihe ist inzwischen doch sehr ausgedünnt. Sollte auch Russ nicht eingesetzt werden können, wäre für Falette womöglich schon beim Dortmund-Spiel am Freitagabend Platz im Aufgebot.

Bilder: Eintracht gewinnt Testspiel gegen Ederbergland

Ganz ähnlich verhält es sich mit Blick in die nähere Zukunft in der angreifenden Abteilung. Zuletzt hatte Trainer Adi Hütter auf ein System mit einem Mittelstürmer gesetzt, Sébastien Haller hat die Rolle gut ausgefüllt. Und Luka Jovic war erster Ersatz, hat bei den ersten beiden Bundesligaspielen aber vergeblich auf eine Chance gewartet. Goncalo Paciencia war der „dritte Mann“ im Angriffsbunde, immerhin Torschütze beim 1:2-Pokalaus in Ulm. Nun fehlt auch er.

Denkt Trainer Hütter irgendwann daran, wieder mit zwei Spitzen zu spielen, ist natürlich Ante Rebic der erste Kandidat. Der kroatische Vizeweltmeister arbeitet sich nach und nach wieder heran, hat am Dienstag Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Dahinter aber gibt es dann nur noch Hrgota, der eigentlich schon seit einem halben Jahr abgeschrieben ist. Sollte er bei all den Belastungen der nächsten Wochen, noch einmal eine Rolle spielen, wäre das dann doch eine handfeste Überraschung.

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