„Fredi und Adi gehen zum großen Tor raus“

Versöhnliche Worte zum Abschied von Hütter und Bobic bei Eintracht Frankfurt

Ganz zum Schluss haben sie doch noch einmal zusammengefunden bei der Frankfurter Eintracht. Nach den Irrungen und Wirrungen der letzten Wochen gab es mit dem 3:1 (0:0)-Sieg gegen den SC Freiburg ein versöhnliches Ende auf dem Rasen, noch versöhnlichere Worte und einen niveauvollen Abschied auf der Führungsebene. „Eintracht Frankfurt hat eine herausragende Saison gespielt“, zog Vorstandssprecher Axel Hellmann Bilanz.

Nehmen beide Abschied von Eintracht Frankfurt: Sportvorstand Fredi Bobic (rechts) und Trainer Adi Hütter.

Frankfurt - Der Ärger um die verpasste Champions League und die Begleitumstände rückten am Tag der Abschiede von Sportvorstand Fredi Bobic und Trainer Adi Hütter in den Hintergrund. In einer internen Feierstunde gab es kleine Erinnerungsgeschenke und vor allem freundliche Worte. „Wer so erfolgreich arbeitet wie Fredi und Adi, geht bei Eintracht Frankfurt zum großen Tor heraus und nicht durch die Hintertür. Daran gibt es keinen Zweifel“, sagte Hellmann, der ein Schmähplakat an einer Autobahnbrücke vor der Arena hatte entfernen lassen („Versager/ Danke für nix“).

Die Eintracht-Verantwortlichen nahmen auch die letzte Provokation des scheidenden Sportvorstandes unkommentiert hin. Bobic hatte zum ersten Mal in seiner fünfjährigen Amtszeit während des Spiels nicht auf der Tribüne neben den Kollegen gesessen, sondern auf der Bank, neben Bruno Hübner und den Co-Trainern, hinter Adi Hütter. Nach dem Motto: Wir da unten, ihr da oben. Hellmann und die anderen blieben cool. „Es geht um eine Gesamtwürdigung der Leistung von Fredi und Adi“, sagte er, „beide haben den Klub besser gemacht.“

Ähnliche Töne waren aus der Mannschaft gekommen. „Wir haben eine richtig geile Saison gespielt und können uns ab heute auf die Europa League freuen. Jetzt gilt es, dass alle Eintracht-Fans Danke sagen, an Fredi Bobic und Adi Hütter“, forderte Martin Hinteregger, „sie haben diese Mannschaft zusammengestellt.“

Der Trainer selbst hatte nach dem Sieg gegen Freiburg sogar ein paar Tränchen verdrückt. „Ich bin aktuell sehr wehmütig, aber ich gehe nun mit einem sehr guten Gefühl, auch wenn die vergangenen Wochen nicht einfach waren“, sagte Hütter. sp

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