Funkel sieht Gespräche auf einem „guten Weg“

Frankfurt - Der Poker um einen neuen Vertrag für Trainer Friedhelm Funkel ist bei Eintracht Frankfurt in eine neue Runde gegangen. Nachdem sich am Dienstag der Vorstand nicht auf eine Empfehlung einigen konnte, hat nun Funkel selbst Stellung bezogen.

Er habe die „eine oder andere Veränderung“ gefordert, so Funkel, „und darüber wird jetzt diskutiert“.

Es bestehe kein Zeitdruck, versichert der Fußballlehrer, allerdings werde er sich nicht bis in den März vertrösten lassen, wie das mancher im Aufsichtsrat wohl gerne sehen würde. „Solange wird es nicht dauern“, sagt Funkel, „entscheidend ist, dass sich der Vorstand und ich einig werden. Da sind wir auf einem guten Weg.“

Doch um was geht es bei Funkels Forderungen? Er selbst verweigert dazu jeden Kommentar. Durchgesickert ist aber, dass sich die Wünsche nicht auf den eigenen Vertrag, sondern auf die Weiterentwicklung der Mannschaft beziehen. Der Trainer ruft nach Verstärkungen und würde es gerne sehen, wenn der Verein ein wenig mehr Risiko bei Transfers einginge. Die entscheidende Frage wird nun sein, ob Bruchhagen, der mehrfach versichert hat, mit Funkel weiterarbeiten zu wollen, dem Trainer in Bezug auf dessen Forderungen wenigstens ein Stück entgegenkommt. „Ich arbeite gerne bei der Eintracht und würde gerne noch lange bleiben“, macht Funkel deutlich, „aber das heißt ja nicht, dass ich ewig hierbleibe.“

In den nächsten Tagen will der dreiköpfige Vorstand über die Vertragsverlängerung abschließend beraten. „Auf Basis dieser Gesprächsergebnisse wird der Vorstand Mitte der kommenden Woche einen Beschluss fassen und dem Gesamtaufsichtsrat zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Zustimmung vorlegen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Doch dies ist nur die erste Hürde, die zu überspringen ist. Denn es gibt durchaus ernstzunehmende Differenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, vor allem zwischen den beiden Vorsitzenden Bruchhagen und Herbert Becker, der zu den Funkel-Kritikern gehört.

Bruchhagen ist jedoch zuversichtlich, dass sich der Aufsichtsrat einem Vorstandsbeschluss pro Funkel nicht widersetzen würde. Der Aufsichtsrat habe noch nie eine wichtige Entscheidung blockiert, sagt Bruchhagen, „warum sollte er es diesmal tun?“.

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