Gefährliche Treppen in Katar

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„Ideale Bedingungen“, schwärmt Eintracht-Trainer Armin Veh vom „Khalifa International Stadium“. 

Frankfurt (sp) - Schritt für Schritt kommt die Frankfurter Eintracht den Trainingsbedingungen näher, die sie im Scheichtum Katar erwartet hat.

Nachdem Trainer Armin Veh am ersten Tag noch mit Abreise gedroht hatte, weil die Mannschaft wegen eines Jugendturniers nicht aufs gepflegte Grün auf der Anlage des Hotels durfte und auf einem „Rübenacker“ trainieren musste, gab es gestern Entwarnung.

Am Vormittag war zunächst noch improvisiert und auf einer Wiese sowie im konditionellen Bereich auch auf Treppen gearbeitet worden. Nachmittags dann durfte die Eintracht endlich auf einen „richtigen“ Platz im „Khalifa International Stadium“, keine zehn Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. Spätestens da war die schlechte Laune des Trainers verflogen. „Das ist in Ordnung, hier bleiben wir jetzt“, sagte Veh.

Schwegler verletzt sich beim Treppenrennen

Mit Mohamadou Idrissou und Bamba Anderson (beide Reha) sowie den angeschlagenen Oka Nikolov, Rob Friend und Erwin Hoffer, dem ein Weisheitszahn gezogen wurde, konnten fünf Profis nicht trainieren. Mit Ausnahme von U23-Spieler Elia Soriano war kein Angreifer mehr im Training. Und dann hat es auch noch Pirmin Schwegler erwischt. Der Kapitän brach die erste Übungseinheit mit Ball wegen einer Verletzung ab, die er sich morgens beim Treppenrennen zugezogen hatte. Vermutlich eine Kapselzerrung im Sprunggelenk.

Dennoch nahm Schwegler die äußeren Umstände betont locker. „Ich fand das alles nicht so schlimm“, sagte er, „man darf ja nicht vergessen, dass wir hier in eine andere Kultur gekommen sind, außerdem haben wir ja alles ganz gut überbrückt.“ Die ungewöhnliche Konditionsarbeit tue der Mannschaft womöglich sogar „mal ganz gut“. Alle anderen Voraussetzungen in Katar wie Wetter, Hotel und Essen seien sowieso „super“, sagt Schwegler.

Helmes will zur Eintracht

Der Eintracht-Aufsichtsrat hat derweil Sportdirektor Bruno Hübner offenbar grünes Licht gegeben, sich weiter um Stürmer Patrick Helmes zu bemühen. Eine Entscheidung habe noch nicht fallen können, weil dem Vernehmen nach die Eintracht mit dem VfL Wolfsburg noch keine Einigung erzielt hat. Mit dem Spieler selbst dagegen ist ein Vertrag bis zum Saisonende mit Optionen darüber hinaus fest vereinbart. „Patrick will nach Frankfurt“, hatte Helmes’ Berater Gerd vom Bruch erklärt.

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