Interview mit Anthony Yeboah

Geschäftsmann, Präsident und „Säule der Eintracht“

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Anthony Yeboah erzielte in 123 Bundesliga-Spielen 68 Tore für die Frankfurter Eintracht.

Frankfurt - Von 1990 bis 1995 schoss Anthony Yeboah ein Tor nach dem anderen für Eintracht Frankfurt. Dafür wählten die Fans des Vereins ihn zu einer der „Säulen der Eintracht“ - einer Aktion, bei der zwölf Pfeiler in der U-Bahn-Station am Willy-Brandt-Platz jeweils mit einem großen Bild einer Eintracht-Legende versehen wurden.

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Der 46-Jährige reiste eigens zur Präsentation aus seiner Heimat Ghana an - und wurde dabei von Anhängern und Journalisten umringt.

Was machen Sie heute, Herr Yeboah?

Ich bin jetzt Geschäftsmann und habe zwei Hotels in Ghana - eines in Accra und eines in Kumasi. Mir geht es super. Alle in meiner Familie sind gesund - das ist das Wichtigste.

Mit Fußball haben Sie nichts mehr zu tun?

Nicht mehr viel. Ich bin Präsident des FC Yegola, das ist ein Verein, den ich selbst gegründet habe und der jetzt in Ghana in der zweiten Liga spielt. Aber für mehr habe ich keine Zeit - zu viel Business. Nur mein Cousin ist in Ghana Trainer in Liga eins.

Die Eintracht sucht zurzeit dringend einen Stürmer. Und Ihr früherer Mitspieler Charly Körbel sagte gerade zu Ihnen: „Du siehst ja besser aus als früher.“ Könnten Sie Ihrem Ex-Verein nicht noch einmal helfen?

Das würde ich ja gerne tun. Aber ich fürchte, das kann ich nicht mehr. (lacht)

Was sagen Sie zur Entwicklung der Eintracht? Verfolgen Sie die Spiele der Mannschaft regelmäßig?

Ich kann in Ghana im Fernsehen leider nur die Highlights der Bundesliga-Spiele sehen. Aber ich verfolge die Eintracht immer noch genau. Sie sind sehr gut in die Saison gestartet und haben ein richtig gutes Team. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen. Sie spielen sehr schnell und lassen den Ball gut laufen - das ist der typische Frankfurter Fußball.

„Säulen der Eintracht“ in U-Bahn-Station

„Säulen der Eintracht“ in U-Bahn-Station

dpa

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