Guter Vertrag als Lohn für gute Arbeit

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Michael Skibbe

Frankfurt (sp) ‐ Die leisen Europapokalträume der Frankfurter Eintracht sind mit dem 0:3 gegen Hannover 96 womöglich schon nach dem ersten Spiel der Rückrunde zerplatzt.

Und auch die Hoffnung von Heribert Bruchhagen, in der Tabelle Hannover oder Mainz noch zu überholen, um Boden gutzumachen bei der Verteilung der Fernsehgelder, hat einen Rückschlag erfahren. „Trotzdem sind wir in jeder Hinsicht handlungsfähig“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Bruchhagen will aber weiter nicht ausschließen, „dass wir uns mal von einem Spieler trennen oder einen Vertrag einfach nicht verlängern.“ Nicht betreffen wird das Trainer Michael Skibbe und Spielmacher Pirmin Schwegler. Der Eintracht-Chef ist optimistisch, dass beide „zeitnah“ verlängern.

Über den Trainervertrag hat Bruchhagen sich am letzten Samstag mit dem Hauptausschuss des Aufsichtsrates, also mit dessen neuen Vorsitzenden Wilhelm Bender, und Präsident Peter Fischer ausgetauscht und Zustimmung erfahren. „Michael kriegt einen guten Vertrag“, sagt Bruchhagen, „den hat er sich mit seiner sehr guten Arbeit auch verdient.“ Der Eintracht-Boss hegt keinerlei Zweifel mehr, dass die Zusammenarbeit weitergeführt wird.

Auch Angebot für Schwegler

„Michael hat mehrfach bekannt, dass er sich hier wohlfühlt und bleiben will“, so Bruchhagen, „das Thema ist weitestgehend erledigt.“ Die endgültige Einigung sei nur noch Formsache. Die Eintracht wird dem 45-jährigen Trainer einen neuen Einjahresvertrag vorlegen mit einer Option für ein zweites Jahr, die greift, wenn die Eintracht in der in der nächsten Saison über 40 Punkte erreicht.

Auch Pirmin Schwegler, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2012 läuft, hat die Eintracht einen neuen, bis 2014 datierten Vertrag vorgelegt. „Ich bin optimistisch, dass er das Angebot annimmt“, sagt Bruchhagen. Der 23 Jahre alte Schweizer Nationalspieler hat bereits signalisiert, dass er in Frankfurt bleiben will. Für die Zukunft sind die internen Personalplanungen bei der Eintracht nun also weitgehend abgeschlossen, alleine mit Patrick Ochs wird noch verhandelt.

Aktuell aber wird das Personal der Eintracht immer weiter ausgedünnt, zumal Schwegler die fünfte Gelbe Karte erhalten hat und beim Spiel in Hamburg fehlen wird. Die Hoffnungen, Maik Franz (Operation an der Bauchmuskulatur) oder gar Marco Russ (Meniskusoperation) könnten zurückkehren, haben sich zerschlagen. Nach einer Untersuchung bei seinem Operateur Dr. Lohrer steht fest, dass Franz erst am nächsten Montag ins Training einsteigen wird. „Hamburg kommt zu früh, aber gegen Mönchengladbach bin ich dabei“, sagt Franz. Auch Russ wird frühestens nächste Woche mit den Kollegen gegen den Ball treten. Alternativen hat Skibbe nur in der Offensive und wird diese wohl auch nutzen. So hat Martin Fenin gute Aussichten zu spielen.

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