Helmes bekennt sich zur Eintracht

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Viel trainiert, wenig Spielpraxis: Alexander Meier kehrt mit der Eintracht morgen früh nach Deutschland zurück.

Frankfurt (sp) - Die Hängepartie um Patrick Helmes geht weiter. Neben der Frankfurter Eintracht will nun offenbar auch Hannover 96 den ehemaligen Nationalspieler vom VfL Wolfsburg verpflichten.

Im Pokerspiel um den 27 Jahre alten Stürmer halten die Frankfurter allerdings einen großen Trumpf in der Hand. Denn der Spieler hat sich eindeutig zur Eintracht bekannt.

„Patrick will zu uns“, hat Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen schon vor einigen Tagen gesagt. An dieser Entschlossenheit habe sich bei Helmes nichts geändert, bestätigt Sportdirektor Bruno Hübner die aktuelle Situation. In diesem Fall sitzen die Frankfurter am längeren Hebel, denn ohne das Einverständnis des Spielers sind auch Wolfsburgs Trainermanager Felix Magath die Hände gebunden.

Wolfsburg will Helmes lieber verkaufen als verleihen

Der Wolfsburger wiederum hat aber auch ein paar gute Karten auf der Hand, weil am Ende er den Preis bei einem Wechsel bestimmt. Die Wolfsburger wollen den Spieler nun mal lieber sofort teuer verkaufen, während die Eintracht zunächst ein Leihgeschäft anstrebt und eine Ablösesumme erst im Sommer bezahlen will. Nun werden die Gespräche zu einem Geduldsspiel, das womöglich bis zum 31. Januar, dem Ende der winterlichen Transferperiode andauern kann.

Bruchhagen und Hübner sind in diesen Tagen jedenfalls im Verhandlungsstress, denn auch in die Gespräche über die Abgabe von Spielern sei „Bewegung“ gekommen“, sagt Hübner. Nach wie vor hofft die Eintracht ja, dass zumindest der Grieche Georgios Tzavellas und der Franzose Habib Bellaid noch neue Arbeitgeber finden. Durchaus überraschende Reklame in eigener Sache hat der fast schon in Vergessenheit geratene Ricardo Clark gemacht. Der amerikanische Nationalspieler hat das Siegtor erzielt beim 1:0 von Jürgen Klinsmanns US-Nationalmannschaft gegen Venezuela. Vielleicht hat der Mittelfeldspieler damit das Interesse anderer Klubs geweckt. Weiterhin wird Nachbar FSV Frankfurt als Abnehmer gehandelt.

Veh zufrieden mit den Spielern

Während zuhause Vorstandschef und Sportchef an den Personplanungen arbeiten, versucht Trainer Armin Veh fernab der Heimat in Katar die Spieler in eine gute körperliche Verfassung für die zweite Halbserie zu bringen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem körperlichen Zustand der Mannschaft“, sagt Veh, „wir haben sehr gut gearbeitet.“ Was zweifellos fehlt, ist ein wenig die Wettkampfpraxis, denn die beiden Testspiele gegen die U 23 von Katar und eine Akademie-Auswahl waren im Grunde Muster ohne Wert. Und so will Veh nach der Rückkehr in die Heimat, die die Mannschaft in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch antritt, am nächsten Wochenende unbedingt noch einen starken Testgegner. Eine Woche vor dem Heimspielstart gegen Eintracht Braunschweig ist eine Begegnung gegen Bayern Münchens Champions-League-Gegner FC Basel im Gespräch. Fest vereinbart ist dieses Freundschaftsspiel noch nicht.

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