Aus Houston nach Frankfurt

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Soll heute als Neuzugang offiziell vorgestellt werden: Ricardo Clark

Frankfurt ‐ Einen Stürmer hat die Frankfurter Eintracht gesucht, einen Mittelfeldspieler hat sie zunächst gefunden. Von Peppi Schmidt

Vorbehaltlich einer erfolgreichen medizinischen Untersuchung wird die Eintracht heute den 26 Jahre alten Amerikaner Ricardo Anthony Clark von Houston Dynamo unter Vertrag nehmen. „Ich gehe davon aus, dass es klappt“, sagt Trainer Michael Skibbe, der nach den Ausfällen vonAleksandar Vasoski undZlatan Bajramovic und der Abgabe von Markus Steinhöfer nach Kaiserslautern, auch im Mittelfeld Handlungsbedarf gesehen hatte. Clark hat 23 Länderspiele für die USA absolviert, wird aller Voraussicht nach dem WM-Aufgebot angehören und gilt als sehr aggressiver und zweikampfstarker Spieler. „Es ist ein guter Griff für uns“, sagt Skibbe.

Unerfreuliche Vorfälle in der Vergangenheit

Der breiten Öffentlichkeit war Clark bekannt geworden, als er im letzten Sommer beim Confederations-Cup in Südafrika im Spiel gegen Italien nach einem bösen Foul an Gennaro Gattuso die rote Karte gesehen hatte. Es war nicht der einzige unerfreuliche Vorfall, der Aufnahme in die „Vita“ von Clark gefunden hat. Im Herbst 2007 wurde er für neun Spiele gesperrt und musste eine Geldstrafe von 10.000 Dollar zahlen, nachdem er im Spiel gegen Dallas eine Tätlichkeit begangen hatte. Nach Ende der US-Saison wollte der Spieler mit Blick auf die WM sein Geld in Europa verdienen. Bei AS Livorno in Italien war er schon als Neuzugang bekannt gegeben worden, ehe der Wechsel kurzfristig platzte, weil bis zum Ende des Jahres 2009 eine Ablösesumme fällig geworden wäre. Danach habe es Angebote aus Frankreich und England gegeben, berichteten seine Berater.

Clark kann ablösefrei wechseln

Seit Sonntag ist Clark in Frankfurt. Die ersten Verhandlungen wurden bereits geführt, finanziell soll Einigkeit erzielt worden sein. Clark kann ablösefrei wechseln, nachdem sein Vertrag mit der MLS, der amerikanischen Profiliga, ausgelaufen ist. Am Dienstagvormittag hat der 1,78 große Clark, der seit 2006 in Houston spielt, zum ersten Mal mit seinen neuen Kollegen trainiert. „Er ist ein Spieler mit Perspektive“, sagt Skibbe. Zunächst müsse Clark erst im „konditionellen Bereich“ aufholen.

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