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Nach 3:0 freut sich Eintracht auf Europa

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Von: Peppi Schmitt

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Torjubel. Sebastian Rode (links), Doppel-Torschütze Vaclav Kadlec (Mitte) und Neuzugang Tranquillo Barnetta feiern den 3:0-Sieg in Bremen.
Torjubel. Sebastian Rode (links), Doppel-Torschütze Vaclav Kadlec (Mitte) und Neuzugang Tranquillo Barnetta feiern den 3:0-Sieg in Bremen. © Hübner

Bremen - Die Frankfurter Eintracht ist wieder auf Kurs. Die Hessen spielen wieder so schön wie in der letzten Saison und sie spielen auch wieder erfolgreich. Von Peppi Schmitt

Der 3:0 (2:0)-Erfolg bei Werder Bremen war hochverdient, auch wenn die Eintracht es sich zwischenzeitlich selbst schwer gemacht hat. „In der ersten halben Stunde haben wir überragend gespielt“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Die statistischen Daten unterstreichen die Dominanz: Die Frankfurter hatten 68 Prozent Ballbesitz, gewannen 59 Prozent der Zweikämpfe, spielten 419 erfolgreiche Pässe. Das sind Spitzenwerte, die sich dann auch im Resultat ausdrückten. „Wir waren gut und von Anfang an präsent“, lobte Trainer Armin Veh.

Wegen der vielen Ausfälle hatte Veh die Mannschaft umgestellt und auch das Spielsystem ein wenig variiert. Aus dem gewohnten 4-2-3-1 war diesmal eine Art 4-1-4-1 geworden, mit Marco Russ als Abräumer vor der Abwehr und Vaclav Kadlec als vordere Spitze. Die weiteren Mittelfeldspieler interpretierten ihre Rollen ziemlich frei, Stefan Aigner über rechts, Takashi Inui über links, Sebastian Rode und Tranquillo Barnetta im Zentrum. Das alles hat erstaunlicherweise auch ohne vorangegangene Übungsstunden funktioniert. Die Frankfurter waren ballsicher, druckvoll, einfach gut.

Was auch und vor allem daran lag, dass die beiden nominellen Außenverteidiger alles waren, nur keine Verteidiger. Sebastian Jung und Bastian Oczipka, stürmten, was das Zeug hielt, setzten die Bremer von Beginn an unter Druck. Und waren an allen drei Toren direkt beteiligt. Jung, der beeindruckende 100 Ballkontakte hatte, flankte vor dem 2:0 (Torschütze Kadlec) und 3:0 (Eigentor Sebastian Prödl), Oczipka vor dem 1:0 (Kadlec). Da war wieder eine Spielphilosophie zu erkennen, ein Plan, wie dem Gegner beizukommen war. Es war der richtige Weg, von dem die Eintracht aber fast abgekommen wäre. Vielleicht, weil im Gefühl der Überlegenheit die Abwehrarbeit nicht ganz so konsequent ausgeführt wurde, wie es nötig gewesen wäre. Vor allem bei hohen Flanken nach Standards hatte die Eintracht Probleme.

Eintracht-Zeugnis gegen Bremen

Auch in eigener Überzahl lief nicht alles so, wie es hätte laufen können. „Pomadig“ habe seine Mannschaft gespielt, krittelte der Trainer. Die Eintracht hatte sich in der kurzen kritischen Phase auch auf ihren Torwart verlassen können. Kevin Trapp wehrte in der 58. Minute einen Elfmeter von Aaron Hunt ab, den der vorher mit einer „Schwalbe“ gegen Marco Russ herausgeholt hatte. „Gleich als der Schiri gepfiffen hat, wusste ich, dass ich nach links gehe“, sagte Trapp. Sein Instinkt hatte ihn nicht getrogen. Der Ball flog vom Torwart aus nach links, Trapp wehrte ab. „Den hätte er auch festhalten können“, flachste später Torwarttrainer Moppes Petz. „Er steht wieder anders im Tor“, stellte Veh fest.

Trotz der Engpässe im Kader blickt er den nächsten Aufgaben optimistisch entgegen. „Nach der sehr guten Leistung können nicht nur wir uns auf Europa freuen. Vor allem kann sich die Europa League auch auf uns freuen. Wir haben jede Woche eine super Kulisse in Frankfurt, die sich das auch verdient hat.“ Gegner Bordeaux verpatzte die Generalprobe mit dem 0:2 gegen Paris.

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