Jetzt fällt auch noch Pirmin Schwegler aus

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Pirmin Schwegler mit bandagiertem Knie.

Frankfurt ‐ Jetzt könnte es personell richtig eng werden für die Frankfurter Eintracht. Beim Training am Mittwoch hat sich Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler bei einem Zweikampf mit Marcos Alvarez verletzt. Der neue Mannschaftsarzt Dr. Matthias Feld diagnostizierte einen Bluterguss im linken Oberschenkel. Von Peppi Schmidt

Der 22 Jahre alte Schweizer wird in den nächsten Tagen intensiv von den Physiotherapeuten behandelt, sein Einsatz am Samstag im Auswärtsspiel beim 1.FC Nürnberg ist gefährdet. Da wegen einer Sperre auch der Brasilianer Chris nicht spielen darf, plagen den Frankfurter Trainer große Probleme im Defensivbereich. Im Grunde wäre das die große Chance für den designierten Neuzugang Ricardo Anthony Clark, den die Eintracht im Rahmen einer Pressekonferenz heute offiziell vorstellen will. Doch der Trainer bremst alle Erwartungen. Michael Skibbe hält den amerikanischen Nationalspieler konditionell noch nicht bereit für die Bundesliga. „Es wird noch drei, vier Wochen dauern, bis er uns helfen kann“, sagt der Eintracht-Trainer. Clark habe seit November nicht mehr gespielt und in der Zwischenzeit auch kaum Fitnesstraining gehabt. Unterschrieben werden soll der Vertrag heute, wenn alle medizinischen Untersuchungen erfolgreich abgeschlossen worden sind. „Da geht nichts mehr schief“, sagt Michael Skibbe. Ricardo Clark, zuletzt bei Houston Dynamo, kommt ablösefrei nach Frankfurt. Dies war wohl einer der Hauptgründe, warum die Eintracht zugegriffen hat. „Er ist Stammspieler in seiner Nationalmannschaft und muss alleine deshalb schon eine gute Qualität haben“, glaubt der Frankfurter Coach.

Vorsätze über den Haufen geworfen

Persönlich hat Michael Skibbe Clark zum ersten Mal beim Training am Dienstag gesehen. Die gesamte sportliche Führung der Eintracht muss ziemlich überzeugt sein vom zweikampfstarken US-Boy, haben sie in diesem Fall doch ihre Vorsätze über den Haufen geworfen, nur Spieler zu verpflichten, die sie selbst mehrfach beobachtet haben oder die aus der Bundesliga bekannt sind. Beides trifft bei Ricardo Clark nicht zu. Alleine Chefscout Bernd Hölzenbein hat den Neuen live gesehen. Die von Platzverweisen und einer Neun-Spiele-Sperre nach einem ganz besonders brutalen Foul gekennzeichnete Vorgeschichte des Spielers stört Skibbe nicht. „Ich sehe kein Disziplinarproblem.“

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