Testspiel gegen Kayserispor

Kein Bonus für Stammspieler

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Stefan Aigner will auch in der Saison 2013/14 eine gewichtige Rolle bei der Eintracht spielen.

Längenfeld - Das Trainingslager der Frankfurter Eintracht im österreichischen Ötztal geht dem Ende entgegen. Zum Abschluss treffen die Frankfurter heute Abend (18 Uhr) in Längenfeld in einem Testspiel auf den türkischen Erstligisten Kayserispor (live auf Sport 1).

„Das Spiel müssen wir noch gut überstehen, dann bin ich sehr zufrieden“, sagt Trainer Armin Veh. Gut überstehen heißt beim Trainer der Eintracht, in erster Linie verletzungsfrei überstehen. Bislang ist das außerordentlich gut gelungen. Alle 23 Spieler, die mit in dieses zweite Trainingslager gefahren sind, konnten alle Einheiten komplett mitmachen. Als Bamba Anderson gestern nach einem Zweikampf mit Joselu kurz auf dem Boden liegen geblieben und behandelt worden war, stellte sich auch dieser Trainingsunfall bald als harmlos heraus. Anderson war schon beim abschließenden Auslaufen wieder dabei. Genauso wie am Nachmittag bei einer Rafting-Tour auf dem Inn. Was vor ein paar Jahren noch großspurig als „Teambuildingmaßnahme“ bezeichnet worden wäre, sollte diesmal nur zur Abwechslung vom Trainingseinerlei dienen. „Da geht es nur um den Spaßfaktor“, sagt Stefan Aigner, „wegen einer solchen Tour wächst man sicher nicht mehr zusammen.“

Was bei der Eintracht sowieso nicht nötig erscheint. Egal welcher Frankfurter Profi zur täglichen Gesprächsrunde mit den Medienvertretern gekommen ist, auf einen Punkt hat jeder hingewiesen. Kameradschaft, Zusammenhalt, Geschlossenheit seien ungewöhnlich groß.

Alle Stammspieler geblieben

Beigetragen dazu hat, dass alle Stammspieler geblieben sind, allen voran Kapitän Pirmin Schwegler. „Pirmin ist ein ganz wichtiger Spieler“, sagt der 25 Jahre alte Aigner. Sportlich wie menschlich habe dies für das Team eine große Bedeutung. „Er hat auf dem Platz eine extreme Ruhe und Ballsicherheit“, lobt Aigner den Kollegen, „und er hat Charakter gezeigt, als er besser dotierte Angebote ausgeschlagen hat.“

Der durch Neuzugänge und die vom Trainer angekündigte Rotation neu entfachte Konkurrenzkampf ist bisher in aller sportlichen Fairness abgelaufen. Die Stammkräfte aus der vergangenen Saison gehen mit den neuen Herausforderungen gelassen um. Offensivmann Aigner hatte letzte Spielzeit 34 Einsätze, einen Bonus für die neue Saison will er daraus nicht ableiten. „Das interessiert jetzt keinen mehr“, glaubt er, „jeder muss sich neu beweisen.“ Für Aigner bedeutet dies, im alten 4-2-3-1-System seinen Rechtsaußenposten zu verteidigen oder im neuen 4-4-2 einen Platz in der Spitze zu erobern. Der Trainer hat in den Tagen von Österreich munter durchgewechselt. Am Montag beim internen Spielchen haben in der einen Mannschaft Jan Rosenthal und Aigner das Sturmduo gebildet, im neuen sportlichen Sprachgebrauch auch als „schwimmende Stürmer“ bezeichnet. „So eine Lösung kann ich mir auch im Ernstfall gut vorstellen“, sagt Veh. In der anderen Mannschaft haben, ganz konservativ, die gelernten Mittelstürmer Joselu und Srdjan Lakic, vorne gespielt. Vorteile für die einen gegenüber den anderen waren nicht zu erkennen. „Sie sind alle ein bisschen müde“, sagte Veh.

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Was daran gelegen haben wird, dass die Spieler am Sonntag die härteste Einheit der Woche hinter sich gebracht hatten. Je vier Sprints über 200 Meter, 100 Meter, 50 Meter, 20 Meter und 10 Meter hatten alle bis zur Erschöpfung gefordert.

sp

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