Bruno Hübner nimmt Stellung

Kevin Mbabu für Eintracht zu teuer

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Kevin Mbabu ist für Eintracht Frankfurt wohl zu teuer.

Tampa – Bruno Hübner hat viel zu besprechen. In Florida, im Trainingslager der Frankfurter Eintracht, muss der Sportdirektor personelle Weichen stellen. Ein Transfer des Schweizers Kevin Mbabu ist wohl nicht zu stemmen, ein anderes Leihgeschäft denkbar. Von Daniel Schmitt

Wer wird noch verkauft? Kommt ein neuer Spieler? Werden Verträge verlängert? Fragen über Fragen, die sich während so einer winterlichen Transferperiode aufdrängen, und zu denen Bruno Hübner nun Stellung bezogen hat: „Wir gehen davon aus, dass wir keinen Spieler mehr holen. Wir sind personell gut aufgestellt.“

Eine klare Ansage auf den ersten Blick. Auf den zweiten unterliegt sie einigen Einschränkungen. Zuvorderst haben diese mit Timothy Chandler und dessen Gesundheitszustand zu tun. Der Rechtsverteidiger, der nach seinem Knorpelschaden im Knie mit in die USA gereist ist, trainiert weiterhin noch nicht mit der Mannschaft. Einzig beim Aufwärmprogramm ist der 28-Jährige mit dabei, absolviert danach individuelle Übungen.

„Wir warten bei Timmy die Entwicklung ab, aber er ist schon weiter als wir gedacht haben“, sagt Hübner. Auch so weit, dass Chandler bald eine Alternative für den in der Hinrunde so stark beanspruchten Danny da Costa sein könnte? Falls nicht, das ist klar, wird die Eintracht auf der rechten Außenbahn nochmal zuschlagen. Kevin Mbabu, 23-jähriger Rechtsverteidiger von Young Boys Bern, dem Ex-Klub von Trainer Adi Hütter, wurde als möglicher Neuzugang ins Spiel gebracht, er wird es mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht sein.

„Mbabu hat eine überdurchschnittliche Qualität und mit seinen jungen Jahren viel Erfahrung gesammelt - unter anderem in der Champions League“, sagt Hübner: „Außerdem hat er eine besondere Beziehung zu Adi Hütter. Insofern ist es unsere Verpflichtung, den Spieler intensiv zu beobachten. Die finanzielle Größenordnung solch eines Transfers ist aber nicht realisierbar.“

Mit anderen Worten: Die Eintracht hätte Mbabu gerne, die zehn bis 13 Millionen Euro Ablöse sind den Hessen aber zu viel. Zumal die Frankfurter, die Mbabu ja schon im Sommer verpflichten wollten, längst nicht mehr die einzigen sind, die Interesse an dem Schweizer Nationalspieler zeigen. Auch Schalke 04 und englische Klubs sind am 23-Jährigen dran.

Bilder: Eintracht verliert im Florida Cup

Statt eines Wintereinkaufs schwebt der Eintracht ein Leihgeschäft vor, sollte Chandler doch noch längere Anpassungszeit benötigen. „Das bietet sich an, da wären wir nicht abgeneigt. Aber wir werden natürlich nur einen Spieler holen, der uns sofort weiterhilft“, sagt Hübner.

Verlassen soll den Klub Stürmer Branimir Hrgota, für den es keine Angebote gibt. Vom Interesse aus England, genauer von Newcastle United, an Jetro Willems hat Hübner gehört, ein Angebot gebe es für den Niederländer aber nicht. Freilich ist Willems ein Spieler, der mit seiner Situationen nicht zufrieden sein kann. War er in der vergangenen Saison Stammkraft, kam er unter Hütter in der Hinserie nur auf zwölf Ligaeinsätze. „Wenn ein Spieler, der nicht zufrieden ist, aktiv auf uns zukommt, dann überlegen wir“, sagt Hübner. Gemeint sind Ergänzungsspieler wie Willems oder Taleb Tawatha. Eines stellt Hübner unmissverständlich klar: „Wir werden uns auf keinen Fall schwächen.“

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