Köhler stark, Schwegler verletzt

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Derzeit kaum zu stoppen: Benjamin Köhler von der Frankfurter Eintracht.

Nürnberg ‐ Mit 1,72 Meter Körpergröße war Benjamin Köhler der kleinste Spieler auf dem Platz. Was den Profi der Frankfurter Eintracht nicht daran hinderte, den Ausgleich zum 1:1 beim 1. FC Nürnberg in der 40. Minute per Kopfball zu erzielen. Von Peppi Schmitt

Ich musste ja nicht hochspringen“, sagte er lächelnd, „ich musste den Ball nur einnicken.“ Patrick Ochs hatte die präzise Flanke fünf Minuten vor der Halbzeit geschlagen. „Vier Kopfballtore hat Benny schon gemacht, alle vier habe ich ihm vorgelegt“, sagte Ochs, „das passt mit uns beiden.“ Wie so einiges wieder passt bei Köhler, der im Laufe der Hinrunde keine besonders große Wertschätzung beim neuen Trainer Michael Skibbe genossen hatte, sich diese aber längst wieder zurückerkämpft hat.

Schon vor zwei Wochen, im Trainingslager in der Türkei, hatte der Trainer Köhler zur Seite genommen und ihm Mut gemacht, „zu zeigen, dass er ins Team gehört.“ Benjamin Köhler hat sich über den Ansporn gefreut und hart gearbeitet, um das Vertrauen auch zu rechtfertigen. „Das ist Benny gelungen“, lobte Skibbe nun nach dem Spiel in Nürnberg. Schon beim 1:0 gegen Werder Bremen hatte Köhler gut gespielt, beim 1:1 in Nürnberg nun überragend. Nicht nur wegen des Tores sei er „sehr zufrieden“ mit der Leistung gewesen, sagte der Frankfurter Trainer. Nächste Woche, beim Heimspiel gegen den 1.FC Köln, wird Köhlers direkter Konkurrent für einen Platz im linken Mittelfeld, Ümit Korkmaz, auch wieder bei Kräften und deshalb eine Alternative sein. Köhler hat aber die Nase vorn.

Christoph Preuß gibt „echtes Comeback“

Zittern muss die Eintracht dagegen um Pirmin Schwegler. Nürnbergs Andreas Wolf hatte den Schweizer schon in der 13. Minute böse gefoult, Schwegler musste nach der Halbzeit mit einer Knöchelverletzung passen. „Er ist ja mehr gehumpelt als gelaufen“, sagte Skibbe, „es wäre ganz bitter, wenn er jetzt auch noch ausfallen würde.“ In Nürnberg wurde Schwegler von Christoph Preuß ersetzt, der nach zwei Kurzeinsätzen nun ein „echtes Comeback“ nach mehr als zweijähriger Verletzungspause feiern konnte.

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