Eintracht auf dem Weg nach Europa

Kommentar: Konter-Serie macht Mut

Freud und Leid liegen bei Eintracht Frankfurt in dieser Saison häufig dicht zusammen. Komfortable Führungen, aussichtslose Rückstände? Sind selten wie Niederlagen des FC Bayern. Der Nervenkrimi von Dortmund ist ein Paradebeispiel. Von Jörn Polzin

Auch für den Reifegrad der Elf von Niko Kovac. Dass sie mit den Großen mithalten kann, hat sie bewiesen. War die Eintracht im Dortmunder Fußballtempel häufig nicht mehr als Kanonenfutter, fehlten am Sonntag nur wenige Sekunden und etwas mehr Aufmerksamkeit zum Remis. Zweimal holten die Frankfurter einen Rückstand auf. Moral und Fitness sind intakt. Selbst die gegnerischen Trainer heben immer wieder die „Körperlichkeit“ hervor.

Doch neben der starken Physis kommt nun eine weitere Komponente hinzu: die Psyche. Auch wenn Trainer Kovac, dessen teils überraschende Personalentscheidungen zumeist aufgehen, den Druck von seinen Spielern nehmen will und richtigerweise auf die erfolgreiche Saison hinweist: Die Eintracht hat durchaus etwas zu verlieren. Sie gehören jetzt zu den Gejagten im Kampf um einen europäischen Startplatz. Da wächst der Druck, besonders in den Heimspielen. Denn die Auswärtsaufgaben haben es in sich: München, Leverkusen, Schalke – nicht gerade Punktelieferanten. Zuhause müssen Erfolge her, wie am kommenden Samstag gegen Mainz. Was Mut macht: Bislang hat die Eintracht jede Niederlage mit einem Sieg gekontert. Setzt sich die Serie fort, rückt Europa wieder ein Stück näher.

Eintracht-Zeugnis gegen Dortmund

Rubriklistenbild: © op-online.de

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