Sprung auf die internationalen Plätze

Kommentar: Kein böses Erwachen

Den „One-Night-Stand“ der besonderen Art genoss Fredi Bobic in vollen Zügen. „Das ist eine wunderschöne Momentaufnahme, das nehmen wir gerne mit“, sagte der Eintracht-Sportvorstand am Freitagabend nach dem Sprung auf Platz zwei. Von Jochen Koch

Aber es könnte eine längere Beziehung zwischen der Eintracht und den Champions-League-Plätzen werden. Die Frankfurter sind fast perfekt aus der Winterpause gestartet, haben mit sieben Punkten aus drei Spielen die hoch gehandelten Dortmunder und Leipziger hinter sich gelassen. Nicht nur mit dem Glück des Tüchtigen, wie beim 2:0-Sieg gegen Mönchengladbach. Auch dank einer neuen Mentalität. Und die wird von den Verantwortlichen vorgelebt. Was Niko Kovac und Fredi Bobic auf dem sportlichen Sektor abliefern, prägt die Eintracht der Saison 2017/18. Die Frankfurter sind jetzt, da die etablierten Clubs schwächeln, bereit, in die Lücke zu springen, auf die internationalen Plätze.

Die Eintracht ist nicht nur sportlich wiedererstarkt. Auch wirtschaftlich rückt der Meister von 1959 den etablierten Clubs näher. Und dass Präsident Peter Fischer für seine Anti-AfD-Haltung bedingungslose Unterstützung der Mitglieder erhielt, dokumentiert, dass die Eintracht auch gesellschaftlich ein gewichtiges Wort mitreden kann. Derzeit muss man sich keine Sorgen machen, dass es für die Eintracht nach dem One-Night-Stand ein böses Erwachen geben könnte.

Eintracht-Zeugnis gegen Mönchengladbach

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