Riskante Entscheidung

Kommentar zu "Kein Platz für den Fußballgott"

Fredi Bobic hätte den bequemen Weg gehen und den Vertrag mit Alexander Meier ein Jahr verlängern können. Aber dann hätte der Sportchef der Frankfurter Eintracht gegen seine eigene Überzeugung gehandelt.

Denn schon längst war klar, dass Bobic - wie vorher auch Trainer Niko Kovac - keine Perspektive mehr für den 35-Jährigen im Bundesligakader sieht. Bobic beendet nach 14 Profijahren im Eintracht-Trikot das Kapitel Alexander Meier in Frankfurt. Eine gewagte und riskante Entscheidung.

Ein Alexander Meier kann sicher nicht alle 34 Bundesligaspiele, sechs Europa League-Spiele und die paar Pokalspiele absolvieren. Aber gerade aufgrund des enormen Programms, das die Eintracht bald erwartet, wird der neue Trainer Adi Hütter viel öfter als bisher rotieren müssen. Mit seiner Spielintelligenz, Torgefahr, Übersicht und vor allem mit seiner Erfahrung und Identifikation für diesen Club wäre der Publikumsliebling bestimmt eine gute Alternative in vielen Spielen gewesen.

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Im überdrehten Profifußball wünschen sich die Fans ein bisschen Nostalgie und statt den jährlich wechselnden „Söldnern“ Identifikationsfiguren, die für einen Club stehen, so wie Charly Körbel, so wie Alex Meier für die Eintracht. Schade, dass es jetzt keinen Fußballgott mehr in Frankfurt gibt. Ohne Meier wird die Aufgabe für Bobic und den neuen Trainer Adi Hütter sicher nicht leichter.

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