Es fehlt an Kreativität

Kommentar: Mehr Sorgen als Zuversicht bei der Eintracht

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Jörn Polzin

Mit drei Punkten geht Eintracht Frankfurt in die Länderspielpause. Nicht besonders gut, aber besser, als manch einer wohl erwartet hätte. Und doch überwiegen die Sorgen bei den Hessen. Von Jörn Polzin

Das hängt weniger mit Einstellung und Leidenschaft zusammen. Die stimmten bei der Last-Minute-Niederlage gegen Bremen, bei der sich die tapfer kämpfende Eintracht einen Punkt verdient gehabt hätte. Auch Zugänge wie Evian Ndicka und Lucas Torró zeigten, dass sie in der Liga mithalten können. Doch, und das ist das große Manko: Es fehlt weiter an Kreativität, an Zug zum Tor. Und an Spielern, die diese Tugenden aufs Feld bringen. Gegen Bremen gab es nur einen Schuss aufs Tor – das war der Elfmeter.

Ob es nach der Pause besser wird? Fraglich. Mijat Gacinovic ist angeschlagen, Jonathan de Guzman zu pomadig, andere wie Marco Fabian und Marc Stendera aussortiert. Der Rest, wie etwa Gelson Fernandes, hat seine Stärken im Zerstören oder wird nicht berücksichtigt (Allan Souza, Chico Geraldes).

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Die Kaderzusammenstellung könnte dem Klub auf die Füße fallen. Eine Balance gibt es weder im Zentrum noch auf den Außenbahnen. Alternativen für Müller und da Costa sucht man vergeblich. Wenn dann noch Sperren oder Verletzungen hinzukommen und Unterschiedsspieler wie Ante Rebic länger ausfallen, wird es eng. Besonders mit Blick auf die dicken Brocken im September. Adi Hütter ist gefragt: Als Improvisator und Mann mit Mut zur Lücke.

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