Mitgliederversammlungen bei Eintracht Frankfurt

Kommentar: Peinliches Schauspiel

Kuriose Mitgliederversammlungen hat es bei Eintracht Frankfurt bereits einige gegeben. Die gestrige steht weit oben auf der Liste – dank Reiner Schäfer. Von Christian Düncher

Als Präsidentschaftskandidat war er mit großen Ankündigungen angetreten, um kurz vor dem Ende der mehr als siebenstündigen Veranstaltung einen Rückzieher zu machen. Das alles wäre den Mitgliedern erspart geblieben, hätte der Herausforderer ein paar einfache Regeln beachtet. Denn wer bei einem Traditionsverein den seit mehr als 14 Jahren amtierenden Präsidenten stürzen will, benötigt entweder sehr gute (finanzielle) Argumente oder gewichtige Fürsprecher.Beides hatte Schäfer nicht zu bieten und scheiterte daher kläglich. Das war absehbar, lange bevor gewählt wurde.

Der Vorwurf der Misswirtschaft alleine reicht nun mal nicht aus, um einen Wechsel herbeizuführen. Schäfer hätte Fakten und statt potenzieller tatsächliche Sponsoren präsentieren müssen. Was er stattdessen auf der Versammlung ablieferte, war eine Mischung aus Verzweiflung und Dilettantismus. Das peinliche Schauspiel gipfelte im durchschaubaren Versuch, mit Geschichten über Fischers Privatleben zu punkten. Angesichts dieses Auftritts muss man bei der Eintracht froh sein, dass der Herausforderer gescheitert ist.

Mitgliederversammlung der Eintracht

Mitgliederversammlung der Eintracht

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