Eintracht gegen Leipzig

Kommentar zum Montagsspiel: Ignorieren ist möglich

Frankfurt gegen Leipzig, Verfolgerduell in der Fußball-Bundesliga, aber an einem Montagabend. Die Eintracht ist unglücklich wegen dieses Termins (obwohl sie wie alle anderen Profiklubs im Juni 2016 die Ansetzung von bis zu fünf Montagsspielen befürwortet hat), viele Fans sind sauer. Von Holger Appel

Sie wollen entweder im Stadion ihrem Unmut freien Lauf lassen oder angeblich nicht in die Arena kommen. Obwohl die Partie großen Sport verspricht, scheint das Drumherum interessanter zu werden.

Fakt ist: Die Spieltage in der Bundesliga werden wie in England immer weiter zerstückelt. Das verspricht offenbar noch mehr Werbeeinnahmen - auch wenn die Deutsche Fußball-Liga das verneint. Eine signifikante Steigerung der Erlöse, an denen die Klubs und die DFL aber sicher interessiert sind, sind wohl nur mit weiteren Anstoßzeiten und somit mehr Sendezeit möglich. Zur Erinnerung: Auch der Sonntag war ursprünglich für die Amateure reserviert, mittlerweile stehen bis zu drei Bundesliga-Partien auf dem Plan.

Die DFL nennt sportliche Gründe und will mit dem Montag angeblich Teilnehmer der Europa League entlasten. Das kann man heute mit Blick auf die Leipziger noch ein wenig nachvollziehen, die am späten Donnerstagabend in Neapel am Ball waren. Aber sie müssen jetzt nach dem Montagskick nur drei Tage später wieder zum Rückspiel gegen Neapel antreten. Wo ist die Entlastung? Bei der nächsten Montagspartie im März zwischen Köln und Bremen ist die Argumentation komplett hinfällig.

Letztlich haben die Fans aber zwei Möglichkeiten, wenn ihnen die Montagkicks nicht passen: Wirklich nicht ins Stadion gehen und auch die Liveübertragung ignorieren.

Eintracht-Zeugnis gegen den 1. FC Köln

Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Fototermin 2017/2018
Eintracht Frankfurt: Zeugnis mit Spielernoten
Eintracht Frankfurt: Zeugnis mit Spielernoten
Ante Rebic
Eintracht-Zeugnis gegen den 1. FC Köln

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