Jetzt wird es eng

Kommentar zur Situation von Eintracht Frankfurt

Es kam wie befürchtet. Die Frankfurter Eintracht hat im Kampf um einen Champions-League-Platz in Leverkusen einen Rückschlag erlitten. Das 1:4 hat nach dem Trainer-Knall vom Freitag die Lage in Frankfurt verschärft. Für den Trainer auf Abruf wird es jetzt richtig eng. Von Jochen Koch

Wenn Niko Kovac auch am Mittwoch das Pokal-Halbfinale gegen Schalke verliert, wird er nicht mehr die Ausstiegsklausel in Anspruch nehmen müssen. Dann wird wohl die Frankfurter Eintracht reagieren.

Für die Eintracht-Anhänger ist das Maß jetzt schon voll. „Baron Münch(en)hausen“ hat nach seinem Ausstieg zum Saisonende fast jeden Kredit, den er sich mit glänzenden sportlichen Leistungen und seiner bis zum Freitag vorbildlichen Art erarbeitet hatte, verspielt.

In Leverkusen war Sportvorstand Fredi Bobic bemüht, die aufgehitzte Lage zu beruhigen und seinen (Noch-)Trainer zu stützen. „Respektlos“, fand Bobic die Frage, ob Kovac sich als Trainer sicher fühlen könne.

Nur zur Erinnerung: „Das ist eine dumme, respektlose Frage.“ Das hatte der damalige VfB-Stuttgart-Manager Fredi Bobic 2013 auf die Nachfrage, ob Trainer Bruno Labbadia sich sicher fühlen könne, geantwortet. Kaum zwölf Stunden später wurde Labbadia gefeuert.

Eintracht-Zeugnis gegen Leverkusen

Für die Suche nach dem Kovac-Nachfolger sollte Bobic gut vorbereitet sein. Schließlich hatte er die Ausstiegsklausel für Kovac selbst unterschrieben und dass die Bayern seit Wochen auf Trainersuche waren, hat er auch mitbekommen. Aber einen Trainer innerhalb eines Tages zu finden und zu präsentieren, das können anscheinend nur die Bayern – zumindest sagen sie das.

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