Veh kritisiert Führung der Eintracht

Frankfurt (sid/dpa) Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh hat vor dem heutigen Zweitligaspiel gegen Dynamo Dresden (18. 00 Uhr/live bei Sky) mit Kritik an den Klub-Verantwortlichen erneut für Aufsehen gesorgt.

„Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es schwach finde, dass aus dem Aufsichtsrat solche Zahlen nach außen dringen. Das ist noch nie hilfreich gewesen“, sagte Veh dem kicker. Zuletzt hatte der zum Saisonende scheidende Finanzvorstand Thomas Pröckl nach einer Aufsichtsratssitzung bekannt gegeben, dass die Eintracht in der kommenden Spielzeit unabhängig von der Ligazugehörigkeit den Gürtel deutlich enger schnallen muss. Angeblich soll der Lizenzspieler-Etat auch bei einem Aufstieg nur von 19 auf 24 Millionen Euro steigen. Veh hatte zuvor schon klar gemacht, dass er größere Anstrengungen von seinem Klub erwartet: „Nur gegen den Abstieg spiele ich nicht. “.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hatte daraufhin versucht, die Wogen zu glätten: „Wir haben keinen Pfennig Schulden. Wenn wir aufsteigen, wird unser Etat im unteren Bereich der 1. Liga liegen. Wenn nicht, wird er im höchsten Bereich der 2. Liga sein.“

Im Spiel gegen Dresden kann Veh seine Bestformation aufbieten. Mit einem Erfolg gegen die Sachsen könnte die Eintracht die Tabellenführung übernehmen und die Aufstiegskonkurrenz unter Druck setzen. Veh warnt allerdings vor den Dresdenern: „Der Gegner ist sehr gut in Kontersituationen. Nicht umsonst haben sie gegen die Spitzenmannschaften wie Fürth, Paderborn und St. Pauli gute Ergebnisse erzielt.“

Die Dresdener müssen die Partie ohne Unterstützung ihrer Fans bestreiten, die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach den Krawallen beim DFB-Pokalspiel in Dortmund ausgesperrt wurden. „Das ist sicher kein Nachteil für uns“, sagte Veh.

Da die Eintracht keine Karten für den Gästebereich verkaufen darf, ist das Fassungsvermögen der Frankfurter Arena auf 46 000 Zuschauer beschränkt. Bis gestern Mittag waren 35 800 Tickets verkauft.

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