Das Lazarett lichtet sich

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Marco Russ

Frankfurt ‐  Als könnten sie es kaum noch abwarten, wieder einzugreifen ins Bundesligageschehen: Maik Franz und Marco Russ, die zuletzt so schmerzlich vermissten Innenverteidiger des Fußball-Erstligisten Eintracht Frankfurt, waren die ersten, die gestern beim Training aus den Katakomben des Stadions auf den Rasen liefen. Von Peppi Schmitt

Beide wollen am Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach dabei sein und werden es wohl auch. „Wenn sie die nächsten Tage das Training gut überstehen, habe ich keine Bedenken, sie auch aufzustellen“, sagt Trainer Michael Skibbe.

Maik Franz war am 6. Dezember wegen eines Teilrisses in der Bauchmuskulatur operiert worden, Marco Russ am 15. Dezember wegen eines Meniskusschadens am rechten Knie. Franz hat schon letzte Woche mit der Mannschaft trainiert und nun auch endgültig „grünes Licht“ von den Ärzten bekommen. „Wir haben nochmal eine Kernspinaufnahme gemacht und die Bilder sehen gut aus“, sagt Franz, „ich fühle mich fit.“ Russ muss sich noch ein wenig zurückhalten, machte noch nicht alle Übungen mit. Das soll sich schon heute, spätestens morgen ändern. „Ich habe keinerlei Schmerzen, ich will jetzt einsteigen“, sagt auch Russ.

Entwarnung gibt es auch bei Alexander Meier

Die Auswahl des spielenden Personals wird sich für den Trainer in dieser Woche also deutlich vergrößern. Pirmin Schwegler kehrt nach seiner Gelbsperre zurück, Kevin Kraus hat seine Grippe überstanden. Georgios Tzavellas (Bauchmuskelzerrung) hat gemeinsam mit Aleksandar Vasoski (Muskelfaserriss) Lauftraining absolviert. Der Grieche könnte am Sonntag im Kader stehen, die Schmerzen sind weitgehend abgeklungen. Vasoski muss noch eine Woche länger warten, ehe er wieder gegen den Ball treten darf. Entwarnung gibt es auch bei Alexander Meier, der sich beim Spiel in Hamburg eine tiefe Platzwunde an der Augenbraue zugezogen hat. Mitte der Woche rechnet der Trainer auch mit Meiers Rückkehr auf den Platz. Das Lazarett der Eintracht, vor dem Spiel in Hamburg gut gefüllt, hat sich also in wenigen Tagen fast komplett geleert, sieht man von den „Dauerverletzten“ Chris und Bajramovic ab.

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