Meier nicht zu verteidigen

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Sein erster Streich: Alexander Meier (links) erzielt das 1:1 gegen Braunschweig. Später traf er auch noch zum 2:1-Sieg.

Frankfurt (sp) - Der Start ins neue Jahr ist geglückt: Eintracht Frankfurt hat Eintracht Braunschweig völlig verdient mit 2:1 (2;1) besiegt, ist damit zu Hause weiter ungeschlagen und hat sich in der 2. Liga wieder auf Platz zwei und damit einen direkten Aufstiegsrang geschoben.

Das Team von Trainer Armin Veh hat vor 36 .200 Zuschauern nicht nur der klirrenden Kälte getrotzt, sondern auch einem frühen Rückstand (5.) durch Dennis Kruppke. Vorangegangen ist der aktuelle Kapitän Alexander Meier, der wie schon im Hinspiel beim 3:0 zwei Treffer erzielte. „Meier ist ein Erstligaspieler“, sagte Braunschweigs Trainer Thorsten Lieberknecht, „bei den Toren war er nicht zu verteidigen.“ Zweimal hatte Meier mit dem Kopf getroffen, einmal nach Flanke von Heiko Butscher (11.), einmal nach Ecke von Benjamin Köhler (22.).

Damit war auch der Einstand von Neuling Butscher geglückt. Als linker Verteidiger hatte Veh den ehemaligen Freiburger aufgeboten, und der zeigte dort eine überzeugende Leistung. „Heiko war richtig gut“, lobte der Trainer, „er hat gute Flanken geschlagen und nach hinten gut gestanden.“ Dagegen verlor der zweite Neue, Martin Amedick, nicht nur vor dem 0:1 gegen Dominik Kumbela ein Laufduell, sondern danach auch sein Selbstvertrauen. „Die eine oder andere Situation war etwas holprig“, sagte Amedick und das war stark untertrieben. Der Neue aus Kaiserslautern war der Schwachpunkt in einer sonst starken Frankfurter Mannschaft, auch wenn er sich nach dem Wechsel steigerte.

Holpriger Einstand von Amedick

Lieberknecht sprach davon, „dass wir der Frankfurter Innenverteidigung mit Schnelligkeit begegnen wollten“. Das sei geglückt, „ich wusste ja als ehemaliger Mitspieler, dass Martin sehr langsam ist.“ Eine Auswechslung Amedicks kam für Veh aber nicht in Frage. „Da muss er durch“, sagte der Trainer, „in der zweiten Halbzeit hat er ja auch souveräner gespielt.“ Und konnte froh sein, dass der in der Hinrunde so oft kritisierte Gordon Schildenfeld einen richtig guten Tag erwischt hatte und Amedick über so manche Schwierigkeit hinweghalf.

Heraus ragte aber einmal mehr Meier, nicht nur wegen seiner Saisontore neun und zehn. Er war überall. Die Ergebnisse der Vortage, als die direkte Aufstiegskonkurrenz aus Düsseldorf, St. Pauli und Fürth Punkte gelassen hatte, „haben uns beflügelt, aber es war auch Warnung, wie schwer es ist, nach der Winterpause in die Gänge zu kommen“, sagte Meier.

Nachher waren sie alle zufrieden, „In der ersten Halbzeit haben wir richtig, richtig gut gespielt“, analysierte Butscher treffend, „später haben wir nicht mehr viel zugelassen“ - aber das dritte Meier-Tor verpasst. Veh war vor allem zufrieden, „weil wir uns nach dem Rückstand nicht haben beirren lassen und gut Fußball gespielt haben“.

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