Mönchengladbach statt Moskau

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Wechsel geplatzt: Caio bleibt bei der Eintracht.

Frankfurt (sp) ‐ Als habe es Heribert Bruchhagen geahnt. In den Medien wurde der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht gefeiert, weil es ihm gelungen war, den Brasilianer Caio an Dynamo Moskau zu verkaufen.

Alles deutete auf einen Wechsel hin, nachdem Caios Berater Roger Wittmann diesen in die Öffentlichkeit gebracht hatte. Bruchhagen war am Mittwoch dagegen nur vorsichtig optimistisch. „Bevor nichts unterschrieben ist, ist auch nichts klar“, hatte er gesagt, „aber ich gehe auch davon aus, dass es klappt.“ Ein Irrtum, denn nach den sportmedizinischen Untersuchungen ist der Wechsel geplatzt. „Die medizinische Untersuchung bei dem Vereinsarzt von Dynamo Moskau in Rom und die anschließende Begutachtung von Dr. Müller-Wohlfahrt in München hat ergeben, dass bei Caio eine Knorpelproblematik im linken Knie vorliegt, die den angebahnten Transfer nicht zu Stande kommen lässt.“ Die erhofften zwei bis drei Millionen Euro Ablösesumme bleiben also aus und die Eintracht bleibt auf ihrem teuersten Transfer der Vereinsgeschichte sitzen. Für Caio hatte die Eintracht vor drei Jahren vier Millionen Euro an Palmeiras Sao Paulo bezahlt.

Schon heute soll Caio wieder in Frankfurt mit der Mannschaft trainieren. Dementsprechend wird er auch am Sonntag beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach im Aufgebot stehen. Bleibt eine entscheidende Frage offen: Wie kann ein am Knie verletzter Spieler ohne Probleme während der gesamten Saison den Trainingsbetrieb durchstehen und in bisher insgesamt 17 Bundesligaspielen auf dem Platz stehen?

Von Knieschmerzen oder einer Knieverletzung Caios war jedenfalls noch nie die Rede. Und ist es auch jetzt nicht. „Er ist weder krank noch angeschlagen“, sagt Bruchhagen, „er ist voll einsatzfähig.“ Zu vermuten ist, dass bei Dynamo Moskau kurzfristig sportliche Bedenken aufgekommen sind.

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